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 Kategorie: Gesellschaft Zum jüngsten Beitrag 
Thema: Präsidentenwahl USAwerner - 08.02.2008 08:15 
Da uns dieses Thema das ganze Jahr über noch begleiten wird, scheint mir ein neues Thema sinnvoll: Die Präsidentenwahl in den USA.

Im Thread "J.R.Kelly" wurde schon etwas dazu geschrieben - aber da stimmt nun mal die Themenbezeichnung nicht mehr.

Zusammenfassung bisher inkl. meiner Typverdächtigungen :)

Demokraten:
Ausgeschieden als Bewerber ist John Edwards (Typverdacht: HT), gleichauf sind Hillary Clinton (Typverdacht: HT) und Barack Obama (Typverdacht: BT).

Republikaner:
Ausgeschieden gestern ist Mitt Romney (Typverdacht: HT), klarer Favourit ist ohn McCain und trotz wenig Deligiertenstimmen noch dabei Mike Huckabee (Typverdacht: BT).




Werner (1332 - Beziehungstyp, wir-bezogen, zukunftsorientiert, Denker)

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A1   RE: Präsidentenwahl USA werner - 08.02.2008 08:24 
Ergänzende Untertypen-Beobachtungen:

Hillary Clinton spricht ihre Wähler an mit "ihr werdet das weiße Haus erobern", Barack Obama sagt "Wir werden etwas verändern".
Im Gespräch zwischen beiden vor Wählern ging es darum, ob nicht ein "Tandem" sinnvoll wäre und da meinte Obama lächeln, dass es einen großen Unterschied machen würde, ob die Reihenfolge Obama-Clinton oder Clinton-Obama hieße. Da konnte Frau Clinton gar nicht anders als mit ihm lächeln. Es würde mich wirklich überraschen, wenn sie als Vize-Präsidentinnen-Kandidatin in den Wahlkampf ziehen würde. Von Obama könnte ich mir das vorstellen - gemeinsam wären sie unschlagbar gegenüber dem 71-jährigen McCain (die erste Frau im weißen Haus, der erste Farbige), er wäre fünf Jahre Vize-Präsident und danach ließe er sich mit Al Gore als Vize-Präsident zum nächsten Präsidenten wählen ...

John McCain könnte du-bezogen sein und Macher. Er erinnert zwar von der Stimme her sehr an George Bush jr., aber seine Augen und sein Blick haben etwas sehr weiches, das mich an Du-Bezogene denken lässt. Er hat z.B. auch gestern gesagt: Ich habe früher diese und jene Meinung vertreten, die Sie vielleicht nicht geteilt haben - möchte jetzt aber eine typisch republikanische Politik vertreten (unterdrückt seine eigene Meinung zu Gunsten der Partei).

Werner (1332 - Beziehungstyp, wir-bezogen, zukunftsorientiert, Denker)

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A2   RE: Präsidentenwahl USA bluaflava - 11.02.2008 15:52 
heute morgen habe ich in den nachrichten mitbekommen, dass hilary clinton wohl in mehreren wahlkreisen versiebt hat. htypisch fand ich, dass sie daraufhin gleich mal ihre, na, wie nennt man es,....ihre wahlkampfmanagerin??? gefeuert hat. aber ob das hilft oder ihr gelber blazer, den sie gestern trug???

petra - ST/ich/zukunft/fühler - 2231

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A3   RE: Präsidentenwahl USA heather - 11.02.2008 16:13 
@Werner: finde es sehr interessant, über den Typverdacht zu fachsimpeln, was mich jedoch skeptisch macht, ist, dass ja sämtliche Politiker ihre Leute haben, von denen Sie gecoacht werden - sprich: dass vieles auch gesagt wird, was eigentlich gar nicht von den Politikern selbst stammt. Was wiederum zu einer "Verfälschung" des Typverdachts führt, oder?

Nadine (HT)

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A4   RE: Präsidentenwahl USA werner - 11.02.2008 16:17 
@ Petra: Ein gelber Blazer macht noch keinen Beziehungstyp :)

@ Nadine: Ich achte ja nicht nur auf das, was jemand sagt, sondern auch darauf, WIE er/sie es sagt. Da hat auch das beste Training rasch ein Ende.

Wahlkampf ist schon ziemlich stressig und im Stress zeigen ja Menschen bekanntlich ihren Typ deutlicher als sonst. Eine Garantie ist es natürlich trotzdem nicht, klar.

Mein Tipp: Obama überrundet demnächst Clinton und wird erst Präsidentschaftskandidat und dann (falls er nicht vorher einem Skandal oder Attentat zum Opfer fällt), der erste farbige Präsident der USA.

Werner (1332 - Beziehungstyp, wir-bezogen, zukunftsorientiert, Denker)

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A5   RE: Präsidentenwahl USA werner - 13.02.2008 10:22 
Hillary Clinton hat die letzten beiden Male ihrem Mitbewerber nicht mehr zu dessen Siegen gratuliert wie bisher üblich.

Offenbar konnte sie das gut, solange sie in Führung lag. Jetzt, wo sie ins Hintertreffen gerät, schafft sie das wohl nicht mehr.

Und McCain schießt sich bereits auf Obama als Gegner ein und meint, schöne Reden über Veränderung würden nichts bringen sondern nur die Wiederholung erprobter Erfolgsrezepte ("Nachmachen"). Sehr typisch HT, finde ich. Er sieht nicht, welchen Einfluss Kommunikation und Psychologie haben können (ähnlich wie Schröder damals).

Werner (1332 - Beziehungstyp, wir-bezogen, zukunftsorientiert, Denker)

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A6   RE: Präsidentenvorwahl USA werner - 27.02.2008 18:28 
Typisches aus der Presse von heute:

Clinton (HT) "geht zum Angriff über" (vor den Vorwahlen in Texas). Sie meint, man bräuchte "einen Kämpfer" im Weißen Haus ... und sie sieht sich schon als "Oberbefehlshaber der Armee".

Barrack Obama (BT) über Clinton: Sie wäre eine würdige Kandidatin. Aber ich bin besser, sonst würde ich ja nicht antreten.

Im ersten Fall die Angriffslust des HT, im zweiten das Relativieren und Vergleichen des BT :)

Werner (1332 - Beziehungstyp, wir-bezogen, zukunftsorientiert, Denker)

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A7   RE: Präsidentenwahl USA werner - 13.03.2008 15:44 
Da ich regelmäßig die Meldungen der Obama-Kampagnenleute mit Briefen von ihm bekomme wird das "wir-bezogene" immer deutlicher. Obama möchte alle Amerikaner vereinen, vor allem die "kleinen Leute". Lustig fand ich auch, dass eine seiner Mitarbeiterinnen Hillary Clinton "ein Monster" genannt hat und darauf prompt entlassen wurde (nicht nett genug für den BT?).

Nebenbei ist übrigens gerade im Staat New York der erste Schwarze (und Blinde) zum Gouvaneur nachgerückt, nachdem der bisherige über einen Sex-Skandal gestolpert ist. Das könnte Obama auch von der Stimmung her ein bisschen helfen im Sinne dass sich die Amerikaner abgewöhnen, nach der Hautfarbe zu schauen ...

Werner (1332 - Beziehungstyp, wir-bezogen, zukunftsorientiert, Denker)

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A8   RE: Präsidentenwahl USA werner - 24.05.2008 09:54 
Ist es nicht erstaunlich, wie lange Hillary Clinton (HT) ihren Wahlkampf fortsetzt, obwohl sie eigentlich keine Chance mehr für die Nominierung hat?

Diese Woche hörte ich einen Bericht im Radio, in dem eine Psychologin dieses Verhalten als Teil des "Sendungsbewusstseins" von Hillary Clinton interpretierte. Sie habe sich völlig auf das Ziel versteift, Präsidentin zu werden und nehme Fakten, die dem entgegenstehen, einfach nicht zur Kenntnis - auch aus Angst davor, das Versagen (die Schwäche) eingestehen zu müssen.

Werner (1332 - Beziehungstyp, wir-bezogen, zukunftsorientiert, Denker)

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A9   RE: Obama, McCain werner - 28.05.2008 21:10 
Der Bewerber der US-Republikaner, McCain (vermutlich HT-Fühler) hat gerade seinen voraussichtlichen Konkurrenten von den Demokraten, Barrack Obama (vermutlich BT) und seine Idee, mit "Schurkenstaaten" zu sprechen anstatt gegen sie Krieg zu führen als "naiv" bezeichnet und ihm vorgeworfen, an der Realität vorbei zu denken.

Falls Obama der demokratische Kandidat wird, könnte das ein spannender Wahlkampf werden - auch aus psychographischer Sicht. Immerhin hat Obama die Unterstüzung von John Kerry (ST) und John Edwards (HT) aus dem demokratischen Lager auf seiner Seite.

Werner (Beziehungstyp, wir-bezogen, zukunftsorientiert, Denker - Typencode 1332)

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A10   RE: Präsidentenwahl USA werner - 05.06.2008 16:43 
Habe mir heute ein längeres Stück der Dankesrede von Obama nach seinem Sieg bei den Vorwahlen angesehen.

Mein Typverdacht BT-Wir-Denker wurde bestätigt - als er einzelne Namen frei von seinem Zettel lesen wollte, bei denen er sich bedanken wollte, kam er immer wieder ins Stocken und hatte offenbar Mühe, niemanden (kein "Du") zu vergessen.

Und solange er über die neue Situation sprach (offenbar zum ersten Mal) zögerte er wie es für Denker in solch einer Situation typisch ist und suchte die richtigen Worte. Umso flüssiger ging es dann weiter, als er wieder (wie so oft in den letzten Monaten) vom "Wir" (Amerika) sprechen konnte und von all dem Positiven, das er zu tun/zu bewirken gedenkt.

Typisch für einen Wir-Bezogenen auch, dass er die Suche nach einem geeigneten Vize-Präsidenten-Kandidaten einer Gruppe von Leuten übertragen hat ...

Werner (Beziehungstyp, wir-bezogen, zukunftsorientiert, Denker - Typencode 1332)

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A11   RE: Präsidentenwahl USA werner - 27.08.2008 16:15 
Mein Typverdacht für den nominierten Vize-Präsidenten Biden wäre HT, ebenso für die Frau von Barack Obama, Michelle - sie erinnert etwas an Sigourney Weaver, für die auch der Typverdacht HT im Raum steht. Beide haben sehr ähnliche Mimik und Gesichtszüge beim Sprechen.

Vielleicht mag ja jemand mit darauf achten, wenn in nächster Zeit mehr Berichte über diese beiden oder sogar Redeauszüge zu sehen sind.

Werner (Beziehungstyp, wir-bezogen, zukunftsorientiert, Denker - Typencode 1332)

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A12   RE: Präsidentenwahl USA werner - 29.08.2008 10:43 
Kommentar von Renate Künast, die auf dem Demokraten-Parteitag war, zu Obama: Er kommt jetzt vom Emotionalen zum Inhaltlichen seiner Politik.

Wenn das mal keine passende Beschreibung des Beziehungstyp-Entwicklungswegs ist ...

Werner (Beziehungstyp, wir-bezogen, zukunftsorientiert, Denker - Typencode 1332)

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A13   RE: Präsidentenwahl USA werner - 29.08.2008 13:09 
Joe Biden, der Kandidat für den Vize-Präsident der Demokraten, den ich für einen Handlungstypen halte, begrüßte seine fast 90jährige Mutter bei seiner Rede auf dem Kongress mit den Worten "Mum, I love you". Dann erzählte er Geschichten über seine Mutter ...

Sehr handlungstypisch auch das. Das Video der Rede, ebenso wie die von John Kerry (Sachtyp?) und Bill Clinton (BT?) finden sich auf www.barackobama.com - sehenswert, auch im Hinblick auf die Typunterschiede.

Werner (Beziehungstyp, wir-bezogen, zukunftsorientiert, Denker - Typencode 1332)

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A14   RE: Präsidentenwahl USA werner - 14.09.2008 18:08 
Bekanntlich ziehen Beziehungstypen seltener eine klare Grenze zwischen Privat und Geschäftlich (im Gegensatz zu Handlungstypen) ... die Kandidation der Republikaner für das Vize-Präsidentenamt, Sarah Palin, wirkt für mich wie ein Beziehungstyp - wozu auch folgender Kommentar aus ZEITonline passen würde:

"... zu dem Schluss, dass die Gouverneurin private und berufliche Angelegenheiten vermenge. (...) Nach Recherchen der "New York Times" vergab Palin die Leitung der Landwirtschaftsbehörde von Alaska an ihre Schulfreundin Franci Havemeister. Als Qualifikation für den mit einem Jahresgehalt von 95.000 US-Dollar (rund 67.000 Euro) dotierten Job habe Havemeister unter anderem ihre "Liebe zu Kühen als Kind" angegeben. (...) Die "New York Times" schrieb, dass Palin "während ihrer ganzen politischen Laufbahn Rachefeldzüge geführt, Beamte gefeuert und manchmal die Linie zwischen Regierung und persönlichen Anliegen verwischt" habe."


Werner (Beziehungstyp, wir-bezogen, zukunftsorientiert, Denker - Typencode 1332)

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A15   RE: Präsidentenwahl USA werner - 03.10.2008 12:16 
Sarah Palin, die (BT?-)Vizepräsidenten-Kandidatin der Republikaner wurde offenbar mehrere Tage lang von Profis auf ihren Auftritt gestern vorbereitet ... da frage ich mich, ob sie absichtlich dem ihr bis dato persönlich unbekannten Senator Biden von den Demokraten gleich am Anfang das "Du" angeboten hat ("May I call you Joe?").

Auch wenn das Nennen des Vornamens in Amerika nicht den gleichen Stellenwert hat wie in Europa scheint es mir doch ziemlich forsch von ihr und ich könnte mir denken, dass nicht nur der HT? Biden sondern auch die HT-Zuschauer das nicht angemessen fanden ...

Frau Palin wirkte anscheinend in ihren letzten Interviews ziemlich unwissend und wird schon als Witzfigur gehandelt.

Werner (Beziehungstyp, wir-bezogen, zukunftsorientiert, Denker - Typencode 1332)

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A16   RE: Präsidentenwahl USA werner - 07.10.2008 11:32 
Zitat von www.tagesschau.de über die heutige zweite Debatte zwischen den Kandidaten:

"In der zweiten Debatte haben nämlich vor allem noch unentschiedene Wähler im Publikum das Wort. Sie werden den beiden Fragen stellen und die Kandidaten sind gehalten, darauf zu antworten.

Diese Befragungen durch den Bürger mag vor allem McCain. Es ist ein Format, das ihm liegt."

Das passt gut zu meinem Typverdacht, dass McCain du-bezogen und Obama wir-bezogen ist - während Obama lieber zu großen Runden spricht, bevorzugt McCain den Einzelkontakt. Übrigens hat McCain auch die so oft bei Du-Bezogenen zu beobachtenden großen Augen :)

Typisch für ihn auch, dass er zur Zeit sehr stark auf sein Gegenüber fokussiert und (typisch HT ...) dessen Vertrauenswürdigkeit in Zweifel zieht, anstatt bevorzugt von sich selbst zu sprechen und um Vertrauen FÜR SICH zu werben.

Werner (Beziehungstyp, wir-bezogen, zukunftsorientiert, Denker - Typencode 1332)

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A17   RE: Präsidentenwahl USA werner - 16.10.2008 09:17 
John Mc Cain scheint gegenwartsorientiert zu sein. Man sieht ihn z.B. ständig Notizen machen und im Internet kursieren Videos die zeigen, dass er regelmäßig zum gleichen Thema völlig gegensätzliche Antworten gibt - für mich ein starkes Argument.

Werner (Beziehungstyp, wir-bezogen, zukunftsorientiert, Denker - Typencode 1332)

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A18   RE: Präsidentenwahl USA heerdt - 16.10.2008 09:56 
Für seinen zusätzlichne Ichbezug scheint mir sein Vorwurf an Obama mit dem terroristischen Professor zu sprechen. Da war Mc Cain in seiner Jugend wohl schwer beeindruckt und nun meint er Obama hätte das auch sein müssen. Bloß war Obama zu der Zeit erst 8 Jahre alt. Das ist dem älteren Mc Cain wohl völlig entgangen.

Bernhard (ST)

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A19   RE: Präsidentenwahl USA werner - 16.10.2008 13:37 
Zitat:

Für seinen zusätzlichen Ichbezug

... du meintest bestimmt den Du-Bezug von McCain, oder?

Interessant fand ich heute in den Kommentaren nach der dritten Runde, dass McCain nichts Neues gesagt habe und dass, wenn er nicht noch etwas ganz Negatives gegen Obama in der Tasche habe, er wohl verlieren wird.

Und was mir an Obama noch auffiel: Da er in dieser Diskussion über Themen sprechen musste, die er nicht ständig anspricht, hat er, wie für Denker typisch, öfters gestockt oder "ah" gesagt. Auch bekam er nicht jeden Gedanken sofort in die passenden Sätze. Seine sonst so bewunderte Rhetorik basiert auch darauf, dass er immer wieder das selbe sagen kann, wenn er auftritt.

Werner (Beziehungstyp, wir-bezogen, zukunftsorientiert, Denker - Typencode 1332)

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A20   RE: Präsidentenwahl USA heerdt - 16.10.2008 14:12 
An welche Beobachtungen würdest Du einen Dubezug bei McCain knüpfen?

Bernhard (ST)

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A21   RE: Präsidentenwahl USA werner - 16.10.2008 14:28 
Zitat:

An welche Beobachtungen würdest Du einen Dubezug bei McCain knüpfen?

Bernhard (ST)

Schau mal unter A16 hier im Thread :)

Gestern war es wieder sehr deutlich, wie er Obama fast "angestarrt" hat, während dieser sprach (ein Sender blendete beide direkt nebeneinander ein). Obama (vermutlich wir-bezogen) schaute hingegen oft irgendwie ins Leere oder in die Runde, wie er es immer macht, wenn er spricht.

Das stärkste Argument finde ich aber, dass McCain fast seinen ganzen Wahlkampf als "gegen sein Gegenüber" bzw. seinen Gegner aufbaut und von sich selbst eher zögerlich und viel zu wenig spricht. So bleibt er blass und letztlich fällt die Negativ-Kampagne auf ihn selbst zurück, weil sie seine Denkmuster enthüllt.

Noch ein Argument: Es gibt ein Foto von ihm und dem früheren Präsidenten Nixon - da kommt McCain aus Vietnam zurück und blickt in einer wie ich finde für Du-Bezogene typischen Weise zu Nixon auf.

Ah, noch eins: Den Obama-Strategen fällt es offenbar leicht, McCain ständig in die Nähe von Bush zu rücken - das liegt sicher zum einen an der Typähnlichkeit (beides wohl HT-Macher), zum anderen aber auch daran, dass eben vom "Ich" McCains so wenig zu spüren ist. Da überstrahlt das starke Ich von Bush (meine Vermutung wäre, dass er ich-bezogen ist) das "kleine Licht" von McCain.

Werner (Beziehungstyp, wir-bezogen, zukunftsorientiert, Denker - Typencode 1332)

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A22   RE: Präsidentenwahl USA huskiestef - 16.10.2008 23:23 
Zitat:

heute morgen habe ich in den nachrichten mitbekommen, dass hilary clinton wohl in mehreren wahlkreisen versiebt hat. htypisch fand ich, dass sie daraufhin gleich mal ihre, na, wie nennt man es,....ihre wahlkampfmanagerin??? gefeuert hat. aber ob das hilft oder ihr gelber blazer, den sie gestern trug???

petra - ST/ich/zukunft/fühler - 2231

Wissen ist gut, aber hindert oft in der Arbeit

Da gebe ich dir vollkommen recht, sind es nict aufgesetzte Typen?

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A23   RE: Präsidentenwahl USA werner - 18.10.2008 11:00 
Gestern sprachen die beiden Kandidaten jeweils 10 Minuten vor einer Spendengala in New York. Während McCain selbst während seiner Rede so gut wie nie lachte (er scheint sie nicht selbst geschrieben zu haben und las teilweise sehr auffällig vom Blatt), musste er bei Obamas Rede ständig laut lachen.

Obama selbst könnte auch als Comedian auftreten, so locker und geistreich waren seine Späße. Wen es interessiert, hier ist die Aufzeichnung:

http://www.youtube.com/watch?v=v5SWQJWm6Tg

Kleine Notiz am Rande zur vermuteten Wir-Bezogenheit (Obama) bzw. Du-Bezogenheit (McCain): Obama meinte, man solle doch diese Veranstaltung ins benachbarte Stadion verlegen - und McCain sagte, er habe heute morgen seine ganze Wahlkampfmannschaft entlassen und dafür einen einzigen Mann eingestellt: Joe, den Klempner (das Sinnbild für den Durchschnittsamerikaner).

Werner (Beziehungstyp, wir-bezogen, zukunftsorientiert, Denker - Typencode 1332)

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A24   RE: Präsidentenwahl USA heerdt - 18.10.2008 18:25 
Ich habe mal in den Link zu Obama verfolgt, und mir dann den Link zu McCain gesucht.
Ich finde, McCain lernt ziemlich viel dazu. Nach meinem Empfinden schaut er kaum öfter in sein Konzept als Obama und das Publikum lacht bei ihm genauso oft und intensiv wie bei seinem Konkurrenten.  
Als Dubezogener hat er die Fähigkeit direkt von Obama abzugucken.
Ich schätze zu seinem "hinausgeworfenen" Team gehören einige HT.
Ich würde McCain gerade nach dieser Veranstaltung noch nicht abschreiben.

Bernhard (ST, Du, Gg, Ma, 2113)

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A25   RE: Präsidentenwahl USA werner - 19.10.2008 20:58 
@ Bernhard: Stimmt schon, beide schauen ins Manuskript und bei beiden lachen die Zuhörer - aber ist dir aufgefallen, wie "natürlich" Obama lacht, auch über seine eigenen Witze und wie angespannt und steif McCain wirkt? Naja, wir werden sehen.

Zumindest hat sich ja heute der Republikaner und frühere Verteidigungsminister Colin Powell hinter Obama gestellt und gesagt, er werde am 4.11. ihn wählen - dabei ist er wohl seit 25 Jahren mit McCain befreundet! Ob es wohl eine Rolle spielt, dass Powell und Obama Beziehungstypen sind? Oder ist er nur enttäuscht von McCains Aussage neulich, er sei als Minister zu schwach gewesen?

Stellen wir uns mal vor, Schröder würde plötzlich sagen, er stimme 2009 für Angela Merkel ...

Werner (Beziehungstyp, wir-bezogen, zukunftsorientiert, Denker - Typencode 1332)

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A26   RE: Präsidentenwahl USA werner - 21.10.2008 19:58 
Sarah Palin hat einen "psychographischen Zwilling": Eine Frau namens Tina Fey - zufälligerweise ist die aber ein Comedy-Star und macht jetzt natürlich auf "Palin", sehr zum Leidwesen der Republikaner.

Auf youtube kann man Beispiele sehen, wie sie sie nachspielt, z.T. mit den gleichen (eher simplen) Sätzen - man merkt den Unterschied kaum.

Dumm gelaufen ...

Werner (Beziehungstyp, wir-bezogen, zukunftsorientiert, Denker - Typencode 1332)

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A27   RE: Präsidentenwahl USA mary - 29.10.2008 13:17 
Heidelberger Sprachwissenschaftler stellten unter vielen anderen fest, dass Obamas Sätze im Durchschnitt vier Wörte länger sind als die von McCain.

Grüße
Marion (BT,Denker,Wir,Zukunft)

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A28   RE: Präsidentenwahl USA werner - 29.10.2008 15:38 
Zitat:

  dass Obamas Sätze im Durchschnitt vier Wörte länger sind als die von McCain.
(BT,Denker,Wir,Zukunft)

Hast du zufällig eine Quelle dazu, Marion, wo man den Rest nachlesen kann?

Irgendwann untersucht vielleicht jemand unsere Sätze hier im Forum, wer weiß :)

Werner (Beziehungstyp, wir-bezogen, zukunftsorientiert, Denker - Typencode 1332)

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A29   RE: Präsidentenwahl USA mary - 29.10.2008 20:27 
@ Werner:  Das war ein Artikel aus der Waiblinger Zeitung vom 22.10.08. Die sprachlichen Taktiken hat ein Noah Bubenhofer (Sprachwissenschaftler) erforscht und zwar am Heidelberg Center for American Studies.

Hilft dir das weiter?
Den Zeitungsartikel könnte ich dir aber auch zuschicken...

Marion (BT,Denker,Wir,Zukunft)

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A30   RE: Präsidentenwahl USA werner - 07.11.2008 10:17 
@ Marion: Neulich hörte ich im Radio einen Bericht mit einem Interview des von dir genannten Wissenschaftlers! Da ging es genau um diese Themen und auch um die sprachlichen Unterschiede, z.B. dass Obama wesentlich emotionaler spreche und bei McCain mehr Worte wie Respekt, Ehre, Country etc. auftauchen - sehr typisch, wie ich fand.

Zu McCain: Ich habe frühmorgens seine in einem amerikanischen Sender live übertragene Rede gesehen, bei der er seine Niederlage eingestand. Da war er wirklich emotional und ein fairer Verlierer, hat auch immer wieder mit beiden Händen (parallel!) die Leute zur Ruhe befohlen, die gebuht haben, wenn er Obamas Namen erwähnte. Vor allem hat mich aber erstaunt, dass er gleich zu Beginn ausführlich auf den historischen Moment einging, den er durch seine Niederlage erst mit herbeiführte: dass nämlich endlich auch hier der Unterschied zwischen den Hautfarben keine Rolle mehr spiele.

Wobei der oben zitierte Forscher meinte, Obama sei schon viel weiter als McCain, weil bei ihm die "Rassenfrage" und -zugehörigkeit so gut wie keine Rolle mehr spielen würde.

Supertypisch fand ich bei McCain noch, wie er sich zuerst von seiner Vize Sarah Palin (recht freundlich) verabschiedete und dann deren Mann die Hand gab und sich schon wegdrehte, ohne ihm ins Gesicht zu sehen.

Werner (Beziehungstyp, wir-bezogen, zukunftsorientiert, Denker - Typencode 1332)

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A31   RE: Präsidentenwahl USA werner - 07.11.2008 12:15 
Hier ist noch der Link zur Rede von McCain aus dem ZDF mit deutscher Übersetzung:

http://www.youtube.com/watch?v=15QMPw9gzCo

Werner (Beziehungstyp, wir-bezogen, zukunftsorientiert, Denker - Typencode 1332)

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A32   RE: Präsidentenwahl USA werner - 22.11.2008 07:10 
Könnt ihr euch Hillary Clinton als Außenministerin vorstellen? Da bin ich mal gespannt, wie der Handlungstyp Clinton mit ihrem ehemaligen Konkurrent und Beziehungstyp Obama umspringt und ob sie ihn als "Chef" respektiert ...

Wobei sie ja von Zuhause aus Übung im Umgang mit Beziehungstyp-Männern hat ;)

Werner (Beziehungstyp, wir-bezogen, zukunftsorientiert, Denker - Typencode 1332)

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A33   RE: Präsidentenwahl USA werner - 31.12.2008 13:40 
Im neuen Stern kommt ein längerer Artikel über die Persönlichkeit Obamas - mir sehr vielen Hinweisen darauf, dass meine Typvermutung BT-Denker, zukunftsorientiert, wir-bezogen stimmen könnte.

Ein Beispiel (für den Denker):

"Er geht ins Fitnessstudio und entknotet dort sein Gehirn", sagt sein Mitarbeiter Dan Shomon.

Der komplette Artikel findet sich auf http://www.stern.de/politik/ausland/:Barack-Obama-Mr-Perfect/650192.html?p=2


Werner (Beziehungstyp, wir-bezogen, zukunftsorientiert, Denker - Typencode 1332)

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A34   RE: Präsidentenwahl USA werner - 20.01.2009 20:52 
Falls jemand heute die Amtseinführung von Obama gesehen hat, hat womöglich auch den Beziehungstyp in ihm gesehen - immer wieder musste er lachen, z.B. als der Richter, der ihn vereidigen sollte, sich versprochen hat und Obama einen Moment nicht wusste, ob er nun die falsche Formal nachsprechen sollte noch nicht.

Auch sein lockerer Umgang mit seinem Vorgänger Bush während und nach der Zeremonie war sehr beziehungstypisch, wie ich fand.

Werner (Beziehungstyp, wir-bezogen, zukunftsorientiert, Denker - Typencode 1332)

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A35   RE: Präsidentenwahl USA werner - 21.01.2009 06:20 
Interessant fand ich auch noch, dass ein Korrespondent meinte, die Amerikaner würden Bush vieles verzeihen, was er dem Land angetan hat - nur eines eher nicht: dass er sie belogen hat (wegen dem Irak-Krieg bzw. den nicht vorhandenen Massenvernichtungswaffen) - weil hier zwei Handlungstyp-Themen auf den HT zurückfallen: lügen, um ein Ziel zu erreichen und "nicht verzeihen".

Vielleicht werden ihm seine Enkel eines Tages Fragen stellen und er bittet seine Landleute um Verzeihung ... das wäre doch mal was - so wie in Japan oder Korea!

Werner (Beziehungstyp, wir-bezogen, zukunftsorientiert, Denker - Typencode 1332)

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A36   RE: Präsidentenwahl USA inge - 22.01.2009 10:48 
Ich fand es von Barack Obama menschlich-klug, G.W. Bush und den Mitarbeitern für die konstruktive  Übergabezeit zu danken und loben, genauso wie B. Obama Hillary Clinton ins Team nimmt und den konservativen Pfarrer mit der Rede betraut hat, um auch die (ehemaligen?) Gegner einzubeziehen und eine neue Basis für die kommende arbeit zu bilden.


Inge

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A37   RE: Präsidentenwahl USA werner - 04.04.2016 09:40 
zuletzt editiert: 04.04.2016 09:43

Mein Verdacht bei Bernie Sanders geht ja in Richtung "Sachtypnaturell" - hier ein Interview, bei dem ich nochmal sicherer wurde: https://www.youtube.com/watch?v=nK2IlTweyLQ

(Bitte bis zum Schluss anschauen, da tanzt er im Studio).

Und zur Erinnerung: Er hat die letzten vier Vorwahlen klar gegen Hillary Clinton gewonnen:

  • Vorwahlen Utah (Republikaner, Demokraten): Sanders 79,3 %
  • Vorwahlen Alaska (Demokraten): Sanders 79 %, Clinton 21 %
  • Vorwahlen Hawaii (Demokraten): Sanders 70,6 %, Clinton 29,2 %
  • Vorwahlen Washington (Demokraten): Sanders 76 %, Clinton 24 %

Daten von http://www.focus.de/politik/ausland/us-wahlen-2016-termine-und-ergebnisse-im-ueberblick_id_5255503.html

Wir sollten uns also langsam an den Gedanken gewöhnen, dass zum ersten Mal in der Geschichte ein "Sozialist" und Nicht-Christ US-Präsident werden könnte.

Seine Frau könnte auch Sachtyp sein, zumindest nach dem, was hier zu lesen ist: https://en.wikipedia.org/wiki/Jane_O'Meara_Sanders (bitte den Link kopieren und einfügen, das '-Zeichen trennt hier den Link).

Werner (Beziehungstyp, wir-verbunden, zukunftsorientiert, Denker - 123-Code: 1332)

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A38   RE: Präsidentenwahl USA werner - 11.09.2016 09:47 

Aktuell macht Hillary Clinton von sich reden, weil sie die Hälfte der Trump-Unterstützer als "entsorgbar" bezeichnet. Klare Ansage eines HTs oder überzogen?

Hier der Link zum Originalvideo: https://www.theguardian.com/us-news/video/2016/sep/10/hillary-clinton-half-of-trumps-supporters-go-into-the-basket-of-deplorables-video

Werner (Beziehungstyp, wir-verbunden, zukunftsorientiert, Denker - 123-Code: 1332)

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A39   Präsidentenwahl USA werner - 05.12.2016 07:14 

An diesem aktuellen Beispiel bzw. an dieser Meldung "Psychographie als Sieger der US-Wahlen" wird nochmal deutlich, weshalb ich mich so intensiv für einen neuen, klarereren Begriff für unser Thema eingesetzt habe (also Naturellwissenschaft).

Der Begriff Psychographie ist einfach mehrdeutig bzw. wurde ja schon vor Friedmanns Typologie verwendet:

http://www.rp-online.de/politik/ausland/psychografie-im-fokus-der-glaeserne-waehler-bringt-den-sieg-aid-1.6441738

Werner (Beziehungstyp, wir-verbunden, zukunftsorientiert, Denker - 123-Code: 1332)

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