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 Kategorie: Tiere/Pflanzen Zum jüngsten Beitrag 
Thema: Hundepsychographiebuchfrau - 15.05.2006 06:59 
Guten Morgen an alle!

Zur Zeit beschäftige ich mich stark mit der Idee der Typisierung von Tieren, speziell Hunden. Ich sichte gerade Literatur und werde innerhalb des nächsten Jahres dazu ein Buch schreiben und hoffentlich dann auch verlegt bekommen.

Heute Nacht ist mir eingefallen, dass es sinnvoll wäre zwischen der Humanpsychographie und der Tierpsychograhie zu unterscheiden(Als Unterbereiche dann entsprechend Kinderpsychograph, Wirtschaftspsychograph, Hundepsychograph etc.).

Ich wäre euch dankbar, wenn ihr mir Bespiele von euren Hunden erzählen / schreiben würdet, die ihr für einen Grundtyp oder Untertyp typisch findet und die ich dann auch verwenden darf. Beispiele meinerseits folgen auch.

Vielen Dank und eine schöne Arbeitswoche,

Petra (1323)

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A1   RE: Hundepsychographie werner - 15.05.2006 11:33 
  Ich hatte mal einen West-Highland-White-Terrier, gemeinsam mit meiner Stiefmutter. Wir "teilten" ihn uns zwischen Woche und Wochenende, was er immer ganz toll fand, sich sowohl auf mich als auch auf sein "Frauchen" freute.

Er war superneugierig auf alles (vor allem auf Vögel, entlaufene Hasen und andere Hunde) oder schnüffelte in offenen Haustüren herum (auf diese Weise hat er mal einer Freundin eine Wohnung "besorgt").

Seine Lieblingsbeschäftigung war, morgens auf meiner Bettdecke zu liegen und mir ins Gesicht zu schauen um zu sehen, wenn ich wach wurde um mich dann sofort zu begrüßen. Was er auch mochte war, im Auto hinten auf der Hutablage zu liegen (soll man nicht, weiß ich jetzt auch) und spazierenzuschauen, außerdem sah er gerne mit mir fern und ließ sich zu allen Spielen motivieren, die ich ihm anbot.

Heute ist mir klar, dass das nur ein Beziehungstyp-Hund (und nicht du-bezogen!) gewesen sein kann ...

Übrigens konnte ich auch mit ihm "sprechen", indem ich seine Laute nachmachte - mit der Folge, dass er mir direkt ins Gesicht sah und manchmal ganz unterschiedliche Heul- oder Fieplaute von sich gab. Ich habe diese "Westiesprache" schon mit anderen Westies versucht und öfters ziemlich erstaunliche Reaktionen erhalten. Mir fiel aber inzwischen auf, dass es auch Sachtyp-Westies und Handlungstyp-Westies geben muss, denn manche erinnern mich sehr an "meinen" Hund, andere überhaupt nicht.

Werner (BT 1332)

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A2   RE: Hundepsychographie steffi - 15.05.2006 23:04 
Hallo Petra,
interessantes Thema! Meine Hunde-Erfahrungen sind zwar auf einen "Familienhund" meiner Eltern begrenzt, dafür (wie ich finde) recht typisch:
Der Kleine ist ein Spitz-Dackel-Mischling und hatte vom ersten Tag an (fast) nur Fressen im Sinn. Als wir ihn bei einem Bauern aus dem Wurf auswählten war er 3 Monate alt und meine HT-Schwester und ich fanden ihn besonders "süß" weil er so ruhig und verschlafen da lag und sich von der Hektik und dem Gewusel seiner fünf Geschwischer nicht anstecken lies.
Fast alle Erziehungs-Versuche gingen spurlos an ihm vorüber(wobei diese auch eher halbherzig von meine Eltern verfolgt wurden). In jüngeren Jahren büchste er beim Spaziergang gerne aus und setzte auch, was die Richtung anging immer gerne seinen Kopf durch. Wenn er nach links abbiegen wollte (meist der kürzere Weg) und man lief nach rechts, setzte er sich auf die Kreuzung und war durch nichts vom Fleck zu bewegen.
Dass Rüden natürlich gerne läufigen Hündinnen hinterherrennen, halte ich kaum für typspezifisch (in diesem Fall höchstens männlich :-)). Allerdings legte unser Hund ein enormes Durchhaltevermögen bei der Verfolgung an den Tag. Einmal riss er aus und wurde erst zwei Tage später von einer Nachbarin zurückgebracht, die ihn fand. Er hatte die ganze Zeit im Gebüsch am Zaun seiner "Angebeteten" gesessen und sich nicht bemerkbar gemacht. Das war für meine Eltern das Signal zur Kastration. Seither zählt für ihn eigentlich nur noch essen, schlafen und ausgiebig gekrault werden.
Wenn man ihn an der Leine führt (bzw. ihn hinter sich herzerrt), bellt er andere Hunde an, als wäre er der größte Kampfhund im Revier. Ohne Leine versteckt er sich fast, wenn er größeren Hunden begegnet oder läuft mit gesenktem Blick an ihnen vorbei, als ob er sie gar nicht sehen würde.
Wenn meine Eltern verreisen, nehmen wir ihn meist zu uns. Ich glaube, das ist für alle Beteiligten keine besonders erfreuliche Zeit. Der Hund leidet still vor sich hin und stöhnt in regelmäßigen Abständen, während er sich von der Decke zum Wasser schleppt (und das ist keine beziehungstypische Übertreibung). Dann braucht er ganz viel Aufmerksamkeit und Streicheleinheiten.
Besonders lustig finde ich, dass er perfekt lahmt, wenn es drauf ankommt. Als ich das zum ersten Mal erlebt habe, begann er auf dem Rückweg eines Waldspaziergang zu hinken, nachdem wir (für seine Verhältnisse) schon eine große Strecke hinter uns hatten. Ich habe ihn untersucht, aber nichts gefunden. Weil es immer schlimmer zu werden schien, habe ich ihn satte zwei Kilometer heimgetragen. Kurz vor dem Haus strampelte er sich frei und rannte wie ein junger Hüpfer zum Fressnapf und war auf wundersame Art geheilt...

Ach so - ich muss nicht erwähnen, dass es ein ST-Hund ist, oder? :-))

Was mir aber im Zusammenhang mit Deinen Recherchen noch einfällt: wie ist das denn mit den Hunderassen? Da müssten dann doch auch Typzugehörigkeiten für die Rassen erkennbar sein, denke ich.

Liebe Grüße
Steffi (BT)

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A3   BT-schnauzr bluaflava - 15.05.2006 23:34 
ich hatte mal einen zwergschnauzer.
den nahm ich, da er der einzige hud war aus dem ganzen rudel, der auf mich zukam.
sie (hündin) kann eigentlich nur eine BT-macherin gewesen sein (mit denen hab ichs wohl- mein kater is auch so einer ;-D).
sie war sehr frech, bellte immer große hunde an, so lange sich diese noch nicht bewegten. ein einziges "wuff" des gegenüber löste bei ihr allerdings sofort fluchttendenzen aus und sie versteckte sich dann- hinter mir ;-(.
sie lernte auch ziemlich schnell, was nötig war, da ich damals noch an einer bundesstr. wohnte und ich sehr in sorge war, nachdem sie mal auf dem mittelstreifen dieser befahrernen b295 saß, da sie einen anderen hund auf der anderen straßenseite entdeckt hatte.
ich hatte auch das gefühl, dass sie sehr viel mimik hatte und bildete mir zumindest ein, ihr ihre stimmungen am gesicht ablesen zu können.
gut, freude, wenn ich heimkam sowieso. aber auch beleidigtsein, wenn ich nach ihrem friseurbesuch über sie lachen musste.
bei beschimpfungen, die manchmal auch angesagt waren, da sie sehr viel schabernack trieb (2kg wollknäuel wie ein spinnenetz quer durch die wohnung gefädelt...), kroch sie immer zu mir her und traute sich fast nicht, mich anzusehen. und mein schimpfen war wirklich harmlos, wie man sich vielleicht vorstellen kann (heute ist das anders ;-D).
sie war auch sehr blauäugig und begrüßte JEDEN sehr freundlich, hüpfte in jedes offenstehende auto und lief in jede wohnung in die sie reinkam. keine spur von vorsicht.
morgens hat sie mich immer wachgeküsst. super, kaum hatte ich einen mucks gemacht, schleckte sie mein gesicht ab- hilfe bakterien.
ihren gang fand ich ebenso auffällig tänzelnd.da wackelten die nicht kupierten ohren immer auf und ab.
war n wundervolles tier.
als sie weg war, spielte ich mal mit dem gedanken, mir einen neuen hund aus dem tierheim zu holen.
da fiel mir eine schnauzerhündin auf, die mich total an meine maggie erinnerte. nur dass sie eben normale schnauzergröße war.
aber ansonsten: gleicher gang, frech wie oskar, neckte ihre "mitinsassen" und forderte sie ständig zum spielen auf. kam auch sofort zu mir hergeleufen an den zaun.

petra (ST)

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A4   RE: Hundepsychographie buchfrau - 16.05.2006 06:54 
Vielen Dank für eure Geschichten!
@ Steffi:
Ich bin mit Schäferhunden aufgewachsen, mein Großvater war schon Ausbilder im Schäferhundeverein und später habe ich auch diesen Weg eingeschlagen und dann auch selbst gezüchtet.
Das heisst meine Rasse waren immer deutsche Schäferhunde und von denen hatte ich ziemlich viele. Ich denke, dass bei dieser Rasse auf jeden Fall alle Typen vorkommen. Vielleicht gibt es Tendenzen, dass verschiedene Merkmale bei bestimmten Rassen stärker zum Vorschein kommen, als bei anderen (so wie bei den verschiedenen Nationalitäten der Menschen). Mein Vater z.B hatte schon immer Dackel und auch da kommen ganz klar alle Typen raus.

Upps, später mehr, ich muss schnell in die Arbeit!
Danke nochmal,

Petra (1323)

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A5   RE: Hundepsychographie werner - 16.05.2006 09:37 
Mir fällt auch noch eine nette Geschichte ein: Eine alte Tante von mir, die ich seit Kindertagen kenne, hatte (so glaubten wir Kinder) immer den gleichen Hund (Dackel). Später erfuhr ich, dass es nicht nur einer war, sondern als ein Dackel starb, suchte sie sich gleich einen neuen, der seinem Vorgänger ziemlich ähnlich sein musste - allesamt offensichtlich Beziehungstyp-Dackel, denn außer vielleicht der Größe (sie kam allerdings seltener zu Besuch) war Tante M.'s Dackel immer besonders lieb und auf uns Kinder gut zu sprechen. Tante M. ist übrigens selbst ein Beziehungstyp ...

Wenn dein Buch erschienen ist, Petra, musst du mir für sie unbedingt eins reservieren :-)

Werner (BT 1332)

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A6   RE: Hundepsychographie werner - 16.05.2006 18:44 
@ Steffi: Apropos Schäferhunde und Großväter: Bei meinem Großvater (HT) hing sein in Öl gemalter Schäferhund in der Wohnung ... mir scheint, dass die Liebe zu den Tieren bei HTs neben Pferden und Katzen auch regelmäßig in Richtung Hunden geht.

Eine HT-Tante erzählt seit vielen Jahren, fast mit Tränen in den Augen, wie gerne sie einen eigenen Hund hätte (sie leiht sich im Urlaub gerne einen von den Ferienhausvermietern).

Der Schäferhund des HT-Macher-Opas soll laut Auskunft seiner Tochter übrigens "scharf" gewesen sein - was dafür sprechen würde, dass sich ähnliche Typen Hund/Mensch finden; er war nämlich auch ziemlich "scharf" :-))

Werner (BT 1332)

P.S. Haben eigentlich Sachtypen aus eigenem Antrieb Hunde? Oder ist das zuviel Verantwortung, Anlass für Ausgaben, Aufforderung zur Aktivität etc.?

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A7   RE: Hundepsychographie buchfrau - 16.05.2006 20:16 
Da fällt mir spontan das Sprichwort ein, das an der Wand im Haus meiner Großmutter hing:
"Das mir mein Hund das liebste sei, sagst du oh Mensch sei Sünde.
Der Hund bleibt mir im Sturme treu, der Mensch nicht mal im Winde!"
Das meist zitiertste Sprichwort in meiner Familie! Viele HTs!
Was soll ich da noch sagen.

Aber eigentlich sind wir ja beim Thema Hundepsychographie und während ich so dabei bin Merkmale aufzuschreiben und an unsere ganzen Hunde zu denken ist mir aufgefallen, dass wir eine zeitlang drei deutsche Schäferhunde bei uns im Haus hatten. Und jeder Hund hatte sein Lieblingsherrchen oder umgekehrt. Das witzige dabei ist, dass sich im Rückblick jeweils die typgleichen Paare zusammen gefunden haben: Zuerst ich mit meiner BT-Hündin, dann haben wir eine Hündin aus dem zweiten Wurf behalten, die sich nach kurzer Zeit mit meinem damalig fünfjährigen Sohn zusammengeschweisst hat, beide HTs und zuletzt hat mein Exmann sich noch selbst einen Rüden bei einem Züchter rausgesucht, beide STs.

Petra (1323)

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A8   RE: Hundepsychographie werner - 16.05.2006 20:38 
Noch eine Sachtyp-Hund-Geschichte: In meiner früheren Nachbarschaft gab es einen (ziemlich großen) Hund, der vor dem Haus "auf der Lauer" lag , was vor allem hieß, er versuchte abzuschätzen, ob die Leute, die an ihm vorbeigingen, für Streicheleinheiten taugten. Da ich schon ca. 60m vor ihm abbiegen musste, war er öfters unsicher, ob sich der Weg zu mir her lohnen würde ... also musste ich ihm zurufen und mit den Armen wedeln (Aufmerksamkeit), dann raste er los und freute sich über ein paar kräftige Knuddler bevor er zufrieden wieder zurück an seinen Platz trottelte ...
Werner (BT 1332)

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A9   RE: Hundepsychographie sandy13.7 - 17.05.2006 21:37 
hallo petra,
auch ich hab einen kleinen hund, ein bolonka -zwetna, aber was er für ein typ ist, das weiß ich noch nicht!?
ich beschreib ihn mal ein wenig, vielleicht magst du ihn dann ja einschätzen?

er ist besonders klug für einen kleinen hund, sehr sher liebe bedürftig, kuschelig fast schon anhänglich, aber er haut auch gern mal ab und dreht ca. eine stunde lang seine eigene, geheime gassirunde!geheim desswegen weil echt niemand weiß wo er rumschlawinert und dann kommt er ganz gemütlich von irgendwoher angetrottet und setzt sich vor die türe...?er ist erst ganz zufrieden wenn das haus voll ist und alle da sind (mama, papa, schwester usw.) und er liebt große waldspaziergänge zb. bei der pilzsuche- da kann er einen stundenlang begleiten... ansonsten ruht er voll gern irgendwo zusammen gekuschelt und er liebt höhlen in die nur er reinpaßt, achja er kann sogar beleidigt sein und fordert manchmal seine ruhe vor allen ein!?

was denkst du?

sandra

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A10   RE: Hundepsychographie engel - 17.05.2006 22:51 
@ Petra (A4)
nur so ein Gedanke von mir:
zu der Vermutung, dass es bei Hundenrassen ähnlich
wie mit den Nationalitäten ist, kam ich auf den Gedanken mit den sog."gefährlichen" Hunden - auch Kampfhunde genannt.
Das entspr. Gesetz gibts glaub ich seit 2003, und jedes Bundesland hat eigene Rassen, die sie dem zu- bzw. unterordnen.
Beispiel:
Staffordshire, Bullterrier, Pittbull usw.

an Verhaltensweisen bzw Eigenschaften des Hundes wird das festgemacht, zum Beispiel:

gesteigerte Aggressivität,
bissig,
unkontrolliertes Hetzen oder Reissen.

Das klingt mir eher nach HTypischen Merkmalen.

Aber wie gesagt, ist nur ein Gedanke von mir gewesen!
      
Kathleen (ST)

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A11   RE: Hundepsychographie steffi - 17.05.2006 23:17 
Kathleen - da hatte ich auch schon dran gedacht, bin aber unsicher, wie viel da von den Menschen "reingezüchtet" wurde. Das sollte man vielleicht auch nicht aus den Augen verlieren.
Aber ich bin keine Hundeexpertin - das zu beurteilen überlasse ich Petra-hundefrau, äh buchfrau :-)

Grüßle
Steffi (BT)

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A12   RE: Hundepsychographie engel - 18.05.2006 00:56 
@Steffi,
vielleicht ist ja das Bemerkenswerte daran, dass zu den reinrassigen Tieren (Hunden) je nach Vorkommnissen (Beissvorfälle) auch Mischlinge gezählt werden, das kann durchaus auch ein Schäferhund-Mischling (Dackel weniger) sein!

da frag ich mich, wie sicher sind wir eigentlich, dass wir in dem ein oder anderen Menschen mit der Psychographie nicht auch etwas rein"züchten" (interpretieren), zu sehen glauben?

Typprägung durch Erziehung (durch Züchtung(?) z.Bsp. - bin ich tatsächlich ein "Macher", weil ich es von Kindesbeinen an gelernt/anerzogen/"angezüchtet" bekommen habe, dass es keine körperliche Nähe gibt und mich jetzt dem Gegenüber reserviert verhalte, weil ich es nicht anders kenne ? (siehe These von Petra (bluaflava), die Macher betreffend)
    

Kathleen (ST)

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A13   RE: Hundepsychographie engel - 18.05.2006 01:25 
wer ist schon reinrassig von uns? <o:

Kathleen (ST)

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A14   RE: Hundepsychographie buchfrau - 18.05.2006 16:26 
@ Sandra
Ich denke dein Hund könnte ein Sachtyp sein. So wie du ihn beschreibst, dass er gerne kuschelt und anhänglich ist(ich interpretiere das in dem Fall, dass er gerne lange und ausgiebig gesteichelt wird und falls das nicht so ist, korrigiere mich bitte).
Auch dass er verschwindet und niemand weiß wohin er geht deutet auf einen ST hin, der ja gerne Geheimnisse hat. Das schwierige ist jetzt natürlich, dass du das als "geheimnisvoll" bezeichnest und dein Hund vielleicht sagen würde, dass jeder gerne wissen kann wohin er geht. Also auch hier muss ich einen Weg finden die Sichtweise des Hundebeschreibenden möglichst zu "objektivieren", ich weiß allerdings noch nicht wie.
Auch der Wesenszug "beleidigt" wegen Missachtung oder Kritik ist eher sachtypisch.
Und jetzt wird es erst mal höchst "interpretativ"(das heißt, ein jeder von euch könnte das vielleicht anders deuten), jetzt versuche ich mich mal in puncto Ressourcen und Untertypen:
Dass er gerne lange ausgiebige Spaziergänge macht, könnte darauf hindeuten, dass er seine Ressource "Tätigkeit" und "Bewegung" für sich entdeckt hat.
Dass er gerne alleine in Höhlen liegt könnte auf ein "Ich" deuten, vor allem wenn er wie du es erzählst, es mag, wenn "das Haus voll ist" könnte es auch da sein, dass er in seine Ressource geht.
Dass er gerne schläft ist sehr relativ, auch meine BT-Macherin Hündin schlief gerne und fest. Nur wenn er das hauptsächlich tut, deutet das wieder auf einen ST hin.
Vielen Dank übrigens für die Beschreibung!

@Kathleen und Steffi
Ich bin gerade dabei einiges an Literatur zu sichten und möchte euch ein Zitat von Frau "Hundepäpstin" Feddersen-Petersen schreiben, das auch meine Erfahrungen bestätigt:
"Zusammenfassend ist festzustellen, dass Rassen durch eine hohe interindividuelle Variabilität gekennzeichnet sind und schwerlich "uniform" betrachtet werden können"
Bei unseren Schäferhunden und auch bei meines Vaters Dackeln gab es sicher alle Grundtypen.
Ich denke, durch gezielte Zuchtauswahl kann man bestimmte Grundeigenschaften eines Hundes verstärken. Dennoch werden immer alle psychographischen Typen auftauchen.
Nur dass wenn bei einer Rasse Wert auf Schutztrieb und Grundschärfe gelegt wird, bspw.nicht nur der HT-Hund, sondern auch der ST-Hund und der BT-Hund im Vergleich zu anderen Rassen gut zum Schutzhund geeignet sind, oder für den Einsatz bei der Polizei.(Bsp. Schäferhunde) Wobei wenn eher Wert auf Ruhe und Gelassenheit gelegt wird sich auch der BT-Hund und HT-Hund dieser bestimmten Rasse besser dafür eignen als Hunde anderer Rassen (Bsp. Irischer Wolfshund).

Bei vielen Vorkommnissen mit sogenannten Kampfhunden denke ich, dass es oft vorkommt, dass Hundebesitzer sich gleich von Anfang, wenn auch nicht unbedingt gewollt, den gleichen Typ heraus suchen, wie sie selbst sind. (wie bei uns zuhause auch passiert).
Es gibt Unmengen von "sehr boshaften" und bissigen kleinen Hunden, die aber nicht so stark in Erscheinung treten, weil es eher unspektakulär ist, wenn diese zubeissen.

Auch bei Rottweilern kenn ich sicher HT-Hunde, aber auch BTs, das gleich gilt für eine Bullterrierhündin, die im Nachbarhaus mir ihrer Familie mit drei Kindern wohnte und sicher kein HT war.

Petra (1323)

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A15   RE: Hundepsychographie werner - 18.05.2006 16:37 
Eben fiel mir ein, dass eine Teilnehmerin der Ausbildungsgruppe bei Dr. Friedmann (C.R., bitte melden!) 1997 den Spruch tätigte: "Ich habe drei Sachtypen zuhause - meinen Mann, meinen Sohn und meinen Hund." Nur hat das damals niemand richtig ernst genommen ...  

Werner (BT 1332)

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A16   RE: Hundepsychographie engel - 22.05.2006 16:33 
Letzte Woche gab es bei uns wieder einen Beißvorfall, ein zweijähirges Kind wurde von einer Dogge ins Gesicht gebissen.

Einen Unterschied, den ich ausmachen konnte war, dass der Hund nicht bei seinem Herrchen war, sondern in der Obhut für ihn fremder Menschen - ob das was stypisches ist ?

Am WE kam eine Sendung über Hunde in der wurde gesagt, dass Hunde die beißen es aus zwei Gründen tun, entweder aus Angst oder aus dem Dominanzverhalten heraus.

Ich vermisse die dritte Alternative )o:

Kathleen (ST)

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A17   RE: Hundepsychographie buchfrau - 22.05.2006 17:25 
@Kathleen
Könnte auch HT sein: eigener Chef nicht in Sicht, fremde Umgebung und Menschen und zur Steigerung noch ein fremdes KIND!!!
Wieso meinst du das könnte auch sachtypisch sein?

Ich denke Hunde können aus vielen Gründen heraus beissen: Ich habe zum Beispiel eine Narbe unter dem Auge von dem Schäferhund meines Großvaters. Der hat mich aus Versehen gebissen, als ich vier Jahre alt war und ihn im Schlaf aufgeschreckt habe, als er schon sehr alt war. Kommt leider auch vor.
Hunde beißen auch aus Beutetrieb heraus, wenn sich etwas wegbewegt. Das ist eine Art Reflex. Oder um Revier zu verteidigen oder Rudelmitglieder zu beschützen.

Grüße
Petra (1323)

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A18   RE: Hundepsychographie engel - 22.05.2006 17:31 
@Petra,
na ich hab an die fremde Umgebung/Personen gedacht, die einem St zuweilen schon unangenehm sein können - und bei einem Hund dann eben Angst auslösen und "schnapp"!

eigener Chef nicht in Sicht mh auch möglich, aber in der Sendung sagten sie, dass das Dominanzverhalten sich umkehrt, wenn das Herrchen seine Chefstellung aufgibt und sozusagen Unterwürfiger ist - okay das wäre dann auch Htypisch - muss nochmal überlegen (o:  

Kathleen (ST)

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A19   RE: Hundepsychographie simon - 22.05.2006 19:11 
Hallo,
interessante frage warum ein großer hund ein kind beißt… grade bei schäferhunden schon komisch find ich. fällt wohl unter angst oder reflex.
zum thema zucht und rasse fällt mir der deutsche schäferhund ein, wurde so gezüchtet das das „heck“ hinten abfällt, die hinterläufe mehr eingeknickt sind als normal… und jetzt haben die hunde alle rückenprobleme… ich denk mal,"um mal einen spaß zu machen" die mutternatur würde da wohl sagen, lass mal den mensch nicht überall rumfummeln, sonst geht das in die hose… :)


simon (ST)

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A20   RE: Hundepsychographie bs - 29.05.2006 21:49 
Hallo Petra,

der Tierarzt heißt Dr. med. vet. Pasquale Piturru,
www.piturru.de. Ich hoffe, Du findest dort interessantes über das Wesen des Hundes.
Er ist u.a. auf Verhaltens-Therapie und Wesens-Tests spezialisiert.
Außerdem habe ich heute Kontakt mit einem bekannten Polizisten, der Hunde trainiert, aufgenommen und möchte gerne wissen ob ich ihm Dein "Beobachtungsbogen" weiter geben dürfte.

Bis dahin Viele Grüße aus Hamburg (Pinneberg)

Barbara(3333)

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A21   RE: Hundepsychographie buchfrau - 29.05.2006 22:29 
Hallo Barbara,
danke für den Link.

Selbstverständlich kannst du meine Liste weitergeben. Wenn du möchtest auch meine Kontaktdaten, falls es Fragen gibt.
Vielleicht interessiert den Mann ja auch die Psychographie, da könntest du ihm dann weiter helfen.
Bin gespannt auf seine Rückmeldung.
Noch einen schönen Abend und schwäbische Grüße nach Hamburg!

Petra (1323)

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A22   RE: Hundepsychographie werner - 06.06.2006 09:53 
Nachdem das Thema "Hundepsychographie" auf der diesjährigen Klausurtagung z.T. auf reges Interesse stieß, ist die Liste mit den Typmerkmalen bei Hunden für alle zugänglich ins Internet gestellt:

www.psychographie.de/hundepsychographie.htm

Werner (BT 1332)
im Auftrag von Petra ("Buchfrau", BT 1323)

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A23   RE: Petra ST und Steffi buchfrau - 11.06.2006 13:24 
@ Petra ST und Steffi wegen euren Beiträgen A2 und A3 in diesem Thread:
Ich bin gerade am Schreiben und würde eure Geschichten gerne in mein Skript einbauen.
Dazu muss ich stilistisch teilweise Änderungen vornehmen. Ich kopiere euch den Text so wie ich ihn im Buch verwenden möchte und poste ihn hier. Würdet ihr mir bitte Bescheid sagen ob das in Ordnung so ist, oder auch nicht.

Petra (1323)

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A24   RE: Filmhunde buchfrau - 11.06.2006 19:22 
Hallo an alle Interessierten!

Ich bin auf der Suche nach typisierten Promi-Hunden. Bevor ich mir jetzt alle Filme ausleihe und anschaue, die Fragen an euch:
1. Welche Typen könnten die Hunde der folgenden Liste sein?
2. Fallen euch noch andere berühmte Hunde ein?
Liste:
Goofy
Pluto
Snoopy
Bessi
Susi und Strolch
Ran Tan Plan
Jerry Lee aus "Mein Partner mit der kalten Schnauze"
Scott and Huutsch
Benji
Ein Hund namens Beethoven
Rin Tin Tin
Lassie
Boomer
Kommisar Rex


Tierische Grüße,
Petra (1323)

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A25   RE: Hundepsychographie birgit - 11.06.2006 20:14 
Hallo Petra,
"101 Dalmatiner" , " 102 Dalmatiner" und in "Emil und die Detektive" kommen Hunde darin vor (bei den ersten Zwei sagt es ja bereits der Titel). Da kann man ohne Ende Hunde beobachten.
Gruss
Birgit

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A26   RE: Hundepsychographie buchfrau - 11.06.2006 21:02 
@ Birgit
Gibt es unter den 101 oder 102 dann auch welche, die sich typisieren ließen, oder gehen alle in der Menge unter?

Petra (1323)

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A27   RE: Hundepsychographie birgit - 11.06.2006 21:24 
Hallo Petra,
nein, Du kannst sehr gut die Einzelnen typisieren. Sie müssen alleine sehr viele Abenteuer überstehen und werden auch von weiteren Hunden unterstützt. Also neben den Studien der Hunde, sind die Filme total goldig und spannend.
Wir haben den Film "102 Dalmatiner", wenn Du ihn wolltest, könntest Du ihn von uns haben.
Gruss

Birgit

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A28   RE: Hundepsychographie buchfrau - 11.06.2006 21:45 
@ Birgit:
Vielen Dank. Vielleicht möchtest du dich selbst auch mal als Hundepsychographin versuchen? Dann kannst du mir die Typen schreiben. :-)))
Ich glaube aber, dass wir bald mal bei euch in der Nähe sind, da kann ich die Filme auch mitnehmen.

Petra (1323)

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A29   RE: Hundepsychographie bluaflava - 11.06.2006 22:59 
hallo petra,

beachtliche sammlung an filmhunden, wow.

vom namen her kenne ich sie auch fast alle.
aber die wenigsten habe ich in den filmen wirklich gesehen.

ausnahmen sind

lassie,
würde ich vielleicht als BT sehen. sie hat doch irgendwie immer alle gerettet, wenn ich mich richtig erinnere.

goofy,
vielleicht eher ein ST, so lang und schläksig und tollpatschig, unbeholfen- aber eine seele von hund, oder?

huutch,
abgesehen von der schlonzerei, die er hatte, könnte er ein HT sein oder ein macher. irgendwie "rot", der war doch relativ radikal. aber da bin ich im zweifel.

mir fallen da noch die hunde bei
"ein schweinchen namens babe" ein.
die schienen mir sehr htypisch.
der vater (evtl. macher), der immer alle unter kontrolle halten wollte und sollte und die mutter (evtl. fühlerin), die alle beschützen wollte.

und dann gibt es noch den film "cats and dogs".
mist, der kam erst vor ein paar tagen im tv.
hätte ich dran denken können, es anzukündigen, sorry ans WIR ;-D

petra (ST)

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A30   RE: Hundepsychographie steffi - 11.06.2006 23:35 
Hallo Petra,
beachtliche Sammlung! Mir ist da noch eingefallen:

Idefix (von Asterix und Obelix)
Struppi (von Tim und Struppi)
Willy Wuff
...und die "fünf Freunde" von Enid Blyton hatten auch immer einen Hund bei sich (ich glaub', der hieß Timmi oder so).
Ich erinnere mich auch dunkel, dass es von Wilhelm Busch eine Geschichte über einen Hund (war es ein Mops oder Spitz?) gibt.

Für eine entsprechende Typzuordnung kenne ich die jeweiligen Figuren zu oberflächlich und glänze hier nur mit Halbwissen - also halte ich mich mal ganz ressourcen-mäßig mit wilden Spekulationen zurück :-).

Liebe Grüße von der hundemüden
Steffi (BT)

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A31   RE: Hundepsychographie steffi - 12.06.2006 17:39 
Jetzt weiß ich's wieder:
"Plitsch und Plum" heißen die beiden Hunde in den Geschichten von Wilhelm Busch.

Grüßle
Steffi (BT)

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A32   HT- boxer bluaflava - 13.06.2006 10:09 
nach meiner reise in meine "hundevergangenheit"- dank petra, fiel mir noch folgendes ein:

bei meinem besuch im tierheim fiel mir ein boxer auf. er hieß james und ich denke, er war ein handlungstyp - rüde. er saß mit einem meter abstand vom gitter entfernt in seinem zwinger. ich erinnere mich daran, dass ich ihn lustig fand, da er recht grimmig in die welt schaute. ich sagte dies zum tierpfleger. der meinte daraufhin:
"das macht es auch nicht gerade einfach, ein neues zuhause für ihn zu finden. er wäre nicht so zutraulich wie andere, obwohl er ein recht feiner kerl wäre."
mit einigem sicherheitsabstand zum gitter, fing ich dann an, mit james zu sprechen. aber der drehte nur seinen kopf weg und wollte nichts von mir wissen.
ich blieb trotzdem noch eine weile stumm bei ihm stehen und wollte mal abwarten, was er macht.
plötzlich kam ein kleiner junge auf seinen zwinger zugestürmt und kam dem gitter und james wohl etwas zu nahe. auf jeden fall flippte james sofort aus, bellte und fletschte seine zähne. der junge rannte erschrocken davon.

au weia

petra (ST)

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A33   RE: Hundepsychographie buchfrau - 13.06.2006 19:08 
Zwischendrin einmal ein D I C K E S Dankeschön an alle fleißigen Schreiber.
Eure Beispiele sind echt Klasse und nutzen mir sehr viel!

Petra (1323)

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A34   RE: Hundepsychographie werner - 23.10.2007 15:24 
Habe heute einen BT-Denker-Du-Hund kennengelernt. Er schaut sein Du-bezogenes Frauchen ganz wie ein menschlicher Du-Bezogener immer wieder mit unglaublich großen Augen an. Außerdem erfuhr ich, dass er beim Essen viel Abwechslung mag und braucht, was angeblich nicht zu seiner Rasse passt. Anscheinend wirkt er oft sehr nachdenklich, was sich auch mit meiner Beobachtung deckt - ich hatte wirklich den Eindruck, er würde angestrengt nachdenken, als er mich ansah. Was aus meiner Sicht noch für den BT spricht: Er schnüffelte überall herum, legte sich dann wieder hin, bis ihm langweilig wurde (meine Deutung), gab Töne von sich, die wie Sprechversuche klangen, antwortete auch auf meine Nachahmung. Als nebenan ein Telefon klingelte, horchte er auf und schaute nach, woher das Geräusch kommt. Und sein Frauchen erzählte mir, er möge zwar Körperkontakt, Gestreicheltwerden etc., aber nur wenn er sich dafür entscheidet - unabhängig vom jeweiligen Mensch. Auf mein Kopfkraulen (gefällt ja Denkern :-)) reagierte er übrigens mit einem tiefen Wohlfühl-Brummgeräusch.

Zeitlich konnte ich ihn nicht einordnen, vielleicht zukunftsorientiert - wobei seine "Ungeduld" durchaus auch zum BT gehören könnte. Ah, noch was: Er hat wohl eine Aversion gegen einen HT-Hund in der Nachbarschaft und spielt gerne mit anderen BT-Hunden ...

Vielleicht liest es ja sein Frauchen (sagt man so noch oder heißt das "Besitzerin"?) und schreibt noch mehr dazu?


Werner (1332 - Beziehungstyp, wir-bezogen, zukunftsorientiert, Denker)

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A35   RE: Hundepsychographie barbara - 23.10.2007 15:53 
Werner,

unter uns Katzenbesitzern sagt man: "Hunde haben Herrchen und Frauchen - Katzen haben Personal"
Liebe Grüße
Barbara (HT)

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A36   RE: Hundepsychographie werner - 21.09.2008 19:21 
Einen deutlichen Hinweis, dass es unter Hunden unsere Typen - zumindest die Handlungstypen - gibt, findet sich in folgender Anzeige aus den "Kieler Nachrichten":

Berufstät. Ehepaar mittl. Alters
m. kl. berufst. Hund su. z. 1.
Quartal 09 od. früh. ruh. Whg.
(ruh. Umfeld) od. kl. Haus, ca.
100qm, bis ...

(abgedruckt im SPIEGEL)

:)

Werner (Beziehungstyp, wir-bezogen, zukunftsorientiert, Denker - Typencode 1332)

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A37   RE: Hundepsychographie werner - 18.01.2010 19:21 

Der Hinweis einer Hundebesitzerin, dass ihre Züchterin ihr "ihren" Hund speziell ausgesucht habe (vermutlich typgleich zu ihr, wie es den Anschein hat), hat mich nochmal darüber nachdenken lassen, ob nicht die Tatsache, dass in einem Wurf völlig verschiedene "Charakter" auftauchen (aus unserer Sicht natürlich begründet durch die Typunterschiede) ein Hinweis darauf ist, dass die "Gebärmutter-Theorie" einen wahren Hintergrund hat - denn wenn mehrere Eizellen sich gleichzeitig in einer Gebärmutter einnisten wie bei Mehrlingsschwangerschaften ist es ja fast zwangsläufig so, dass es Unterschiede in der Lage hinsichtlich der Schwerkraft geben muss ...

Werner (Beziehungstyp, wir-bezogen, zukunftsorientiert, Denker - Typencode 1332)

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A38   RE: Hundepsychographie holk - 19.01.2010 11:32 

Zitat:

... ein Hinweis darauf ist, dass die "Gebärmutter-Theorie" einen wahren Hintergrund hat - denn wenn mehrere Eizellen sich gleichzeitig in einer Gebärmutter einnisten wie bei Mehrlingsschwangerschaften ist es ja fast zwangsläufig so, dass es Unterschiede in der Lage hinsichtlich der Schwerkraft geben muss ...

Werner (Beziehungstyp, wir-bezogen, zukunftsorientiert, Denker - Typencode 1332)


Da wäre es ja mal interessant, eine Hündin ihren Wurf in der Schwerelosigkeit austragen zu lassen ... (hab grad 'nen Roman gelesen, der auf einer Raumstation spielt :-)

Holger (ST)

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A39   RE: Hundepsychographie werner - 19.01.2010 13:01 

Zitat:

Da wäre es ja mal interessant, eine Hündin ihren Wurf in der Schwerelosigkeit austragen zu lassen ... (hab grad 'nen Roman gelesen, der auf einer Raumstation spielt :-)

Holger (ST)


Ja, den Roman wollte ich neulich auch lesen, bis ich merkte, dass du ja das Buch ausgeliehen hast ;)

Aber das mit der Schwerelosigkeit ist tatsächlich ein Gedanke, der mir bezüglich von Menschen schon öfters vorgeschlagen wurde - es wäre schon spannend zu sehen, wie dann die epigenetischen Prozesse ablaufen; ich tippe, dass dann eine Art "Urtyp" herauskommen würde, also in keiner Richtung ausgeprägt.

Im Prinzip ginge der Test auch mit Mäusen - da wären die Skrupel vielleicht nicht so groß, sie mit auf die ISS Raumstation zu nehmen und die Schwangerschaften dauern nicht so lange. Dass die Typunterschiede auch bei Mäusen auftauchen, ist nach meiner Beobachtung offenkundig.

Werner (Beziehungstyp, wir-bezogen, zukunftsorientiert, Denker - Typencode 1332)

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A40   RE: Hundepsychographie werner - 19.01.2010 13:11 

Wir sind zwar im Hundepsychographie-Thread, aber hier wäre ein Artikel, der die bisherige Forschung über Schwangerschaften in der Schwerelosigkeit, die vorhin angesprochen wurde, erläutert.

Kurz gesagt: Es klappt nicht so recht und die Wissenschaftler wissen nicht, warum.

Einer der Kernsätze (der, wie ich meine, meine Hypothese unterstützt): "Die Probleme treten nur in der sensiblen frühen Phase der Embryonalentwicklung auf"

Der ganze Artikel hier: http://www.netdoktor.de/Magazin/Fortpflanzung-im-All-Die-Welt-10622.html

 

Werner (Beziehungstyp, wir-bezogen, zukunftsorientiert, Denker - Typencode 1332)

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A41   RE: Hundepsychographie buchfrau - 19.01.2010 21:05 

Zitat:

Zitat:

Da wäre es ja mal interessant, eine Hündin ihren Wurf in der Schwerelosigkeit austragen zu lassen ... (hab grad 'nen Roman gelesen, der auf einer Raumstation spielt :-)

Holger (ST)


Ja, den Roman wollte ich neulich auch lesen, bis ich merkte, dass du ja das Buch ausgeliehen hast ;)

...

Werner (Beziehungstyp, wir-bezogen, zukunftsorientiert, Denker - Typencode 1332)


 

Schön, dass ihr euch so an meinem Roman erfreut :)))

Petra 1323 BT-Wir-Vergangenheit-Macher

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A42   RE: Hundepsychographie werner - 30.10.2011 12:06 
zuletzt editiert: 30.10.2011 12:07

Eine nette Geschichte über drei unterschiedliche Wölfe findet sich in der ZEIT:

"Um die Ausbreitung der Wölfe zu verfolgen, statteten Forscher sechs  Tiere mit GPS-Sendern aus und sammelten drei Jahre lang Funkdaten.  Demnach legten die Wölfe mitunter mehr als 70 Kilometer am Tag zurück.  Wolf Alan, einer der Probanden, entfernte sich schon mit zwölf Monaten  von seinem Rudel in Sachsen und lief in zwei Monaten 1.550 Kilometer  weit bis nach Weißrussland. Dabei überquerte er Autobahnen, durchschwamm  die Weichsel und die Oder und überwand irgendwie die überwiegend mit  Elektrozäunen gesicherte Grenze zwischen Polen und Weißrussland.

Alans Bruder Karl hingegen blieb 19 Monate lang beim Rudel, ehe er in  16 Tagen  400 Kilometer nach Berlin und zurück lief, um sich dann in  der Nähe des  elterlichen Rudels ein eigenes Territorium abzustecken.  Dort hat er nun  sein eigenes Rudel gegründet. Dagegen lebt Schwester  Mona nach 27  Monaten noch immer bei den Eltern.

"Uns hat  überrascht, wie individuell unterschiedlich etwa das   Abwanderungsverhalten oder die Größe der Territorien sind", sagt   Reinhardt. Die Studie zeige wertvolle Einblicke in das Verhalten der  Tiere, wenngleich sie mit einer derart geringen Anzahl beobachteter  Tiere nicht repräsentativ sei."

(Fettung von mir) Quelle: http://www.zeit.de/wissen/umwelt/2011-10/deutschland-wiederansiedelung-wolf

Dass es die von uns beobachteten Typunterschiede auch bei Hunden gibt, hat sich ja bereits herumgesprochen. Warum sollten die Wölfe eine Ausnahme machen?

Meine Vermutung: Alan ist der HT, Karl der BT und Mona der ST :)

Werner (Beziehungstyp, wir-bezogen, zukunftsorientiert, Denker - 123-Code: 1332)

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A43   RE: Hundepsychographie werner - 23.09.2014 15:52 

Auch bei Hunden gibt es die Kategorien "Optimisten" und "Pessimisten", wie Forscher jetzt herausfanden.

Textauszug:

"In Kooperation mit Organisationen, die Hilfs-Hunde ausbilden, fanden die  Wissenschaftler bereits Hinweise darauf, dass sich pessimistische Tiere  beispielsweise besonders gut als Blindenhunde eignen: Ihre Neigung zur  Vorsicht sei bei dieser Aufgabe günstig. Optimistische Hunde könnten  hingegen eher für die Aufgaben als Suchhunde geeignet sein, da ihr eher  risikobereites Verhalten hier hilfreich sein kann und sie sich bei  Misserfolgen nicht so leicht entmutigen lassen. „Wir könnten Hunde  entsprechend früh testen, um die besten Kandidaten für die jeweilige  Aufgabe auszusuchen", sagt Starling. Solche Anwendungsmöglichkeiten  ihrer Erkenntnisse will die Verhaltensforscherin nun weiter ausloten.
(PLOS ONE, 2014; http://dx.doi.org/10.1371/journal.pone.0107794" target="_blank">doi: 10.1371/journal.pone.0107794)"

Quelle: http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-18035-2014-09-22.html

Werner (Beziehungstyp, wir-verbunden, zukunftsorientiert, Denker - 123-Code: 1332)

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