Initiative zur Förderung der Naturellwissenschaft e.V.

Internetplattform:
himbeerrot-design.de

Unser Forum

 Aktueller Benutzer: Gast    
 [neu registrieren]
 [Passwort vergessen]
Benutzer: Passwort:  
 
 Übersicht | neues Thema erstellen | antworten Suche  
 
Kategorie  
 Kategorie: Theorie/Modell Zum jüngsten Beitrag 
Thema: Forschungenwerner - 18.11.2011 17:16 

Da es noch keine Rubrik gibt, um Forschungsergebnisse, die irgendwie mit unserem Modell zu tun haben oder haben könnten, zu diskutieren, eröffne ich mal eines mit einer relativ spannenden aktuellen Veröffentlichung.

Zwar geht es hier nur um zwei Gruppen (die eine hat eine Genvariante, die andere nicht), aber das Erstaunliche ist, dass wir offenbar fähig sind, diesen Unterschied intuitiv festzustellen.

Zitate aus dem Artikel: "Diese Genvariante beeinflusst, wie fürsorglich und kooperativ wir uns  gegenüber anderen Menschen verhalten. Ob jemand diese Variante trage  oder nicht, erkenne ein Beobachter bereits nach wenigen Sekunden..."

"Die Testpersonen in den Videos unterschieden sich durch eine kleine  Veränderung in einem Gen, das einen Sensor für das sogenannte  Kuschelhormon Oxytocin produziert. Der Botenstoff Oxytocin gilt als eng  mit der Paarbindung und der Mutter-Kind-Bindung verknüpft, aber auch mit  vielen Aspekten des sozialen Verhaltens. Inwieweit schon diese eine  Mutation im Oxytocin-Sensor das Verhalten schon für andere erkennbar  verändere, sei bisher unklar gewesen, berichten die Forscher."

„Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass schon kleinste genetische  Variationen einen spürbaren Einfluss auf das Verhalten eines Menschen  haben können“

Quelle: http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-14106-2011-11-15.html

Zwei Dinge leite ich daraus ab: Es ist nicht unwahrscheinlich, dass auch "unsere Typgruppen" irgendwo auf genetischer bzw. epigenetischer Ebene Unterschiede aufweisen - und dass wir diese "erahnen" können - ähnlich wie die im Artikel beschriebene Mutation.

Werner (Beziehungstyp, wir-bezogen, zukunftsorientiert, Denker - 123-Code: 1332)

antworten   zitieren
A1   RE: Forschungen heerdt - 19.11.2011 00:53 

Es könnte auch eine Bestimmung hinter der Bestimmung geben. Nämlich, daß ich auf Grund eines Schöpfungsplanes z.B. als einer, den wir als ST bezeichnen, auf diese Welt kommen sollte / wollte. Dann haben sich meine Gene (oder was immer es noch sein könnte) nach dieser Vorgabe ausgerichtet. So gesehen würden wir nicht nach einer Ursache suchen, sondern nach einem Symptom

Bernhard (ST)

antworten   zitieren
A2   RE: Forschungen werner - 24.11.2011 14:58 
zuletzt editiert: 24.11.2011 14:58

@ Bernhard: Der Unterschied zwischen meiner Hypothese und der deinigen ist, dass es die Möglichkeit gibt, meine irgendwann oder bald zu beweisen ;) ... auch wenn es durchaus seinen esoterisch-mystischen Charme hat zu glauben, man habe sich sein Leben inklusive Stärken-Profil selbst ausgesucht.

Dass "jemand" bestimmt hat, dass du ein Sachtyp und ich ein Beziehungstyp sein sollen, kann ich mir hingegen eher nicht vorstellen; wenn schon vorgegeben, dann von mir selbst; aber womöglich kommen diese Unterschiede in der Einschätzung daher, dass du ein du-verbundener Mensch bist und ich ein wir-verbundener?

Werner (Beziehungstyp, wir-bezogen, zukunftsorientiert, Denker - 123-Code: 1332)

antworten   zitieren
A3   RE: Forschungen heerdt - 24.11.2011 15:45 

Es wird jetzt ein wenig schwierig und beileibe nicht jeder wird folgen wolllen (Muss ja auch keiner). Der Gedanke ist: Meine Seele hat sich, bevor sie hierher geboren wurde, ein Leben in Umständen und in Charakterzügen ausgewählt, das unsere Typologie als vorwiegend sachtypisch bezeichnen würde. So wäre eine Instanz, möglicherweise Ich selbst Schöpfer meines Lebensplanes. Ein Umstand, der bei und nach der Geburt in Vergessenheit geriet. Die Vorstellung eines ICH hielte ich in diesem Zusammenhang allerdings für problematisch.

Kinder kommen ohne Ich-Bewusstsein auf diese Welt und sprechen nach Erwerb erster Sprachkenntnisse oft in der dritten Person von sich. "Bernd hat Hunger" bevor später ein "Ich habe Hunger" daraus wird.

Diese Gedanken stehen nicht im Widerspruch zu einer Theorie, dass das Naturell eines Menschen in seinen Genen beschrieben sei. Es ist nur ein Versuch zu erkennen, was der tiefere Grund sein könnte, daß die Gene so verschlüsselt sind, wie sie es sind.

Diese Gedanken treiben mich ein wenig um, seit ich mit meinen exakten Geburtsdaten bei einer Astrologin war, der ich noch nie in meinem Leben begegnet bin und die mir mein Naturell mit einer beeindruckenden Trefferquote auf den Kopf zu eröffnete. So, wie ein begabter Psychograph nach einem ausführlichen Interview. Mit dem Unterschied, dass sie keine Fragen stellte um mein Naturell darzustellen.

Ich mache mir diese Gedanken noch nicht zu eigen, halte sie aber für erforschenswert.

Bernhard (ST)

antworten   zitieren
A4   RE: Forschungen werner - 24.11.2011 16:26 

@ Bernhard: Ich wette, die Beschreibung der Astrologin hätte auch relativ gut auf mich gepasst - das ist aus meiner Sicht die "Kunst" solcher Deutungen - so zu formulieren, dass sich jeder darin wiederfindet, der es will.

Die Psychographie hebt sich insofern ab, dass sie gleichwertige Alternativen aufzeigt und man dann auswählen kann (in der Analyse), zu welcher man am Ehesten passt.

Der "Test" ist für mich hier der: ich erzähle jemand von mir, soviel er möchte (außer dass ich die Geburtsdaten herausrücke) und dann sagt er mir, in welche seiner Gruppen er mich einordnen würde. Das hat zumindest bei mir noch kein Astrologe geschafft, das beste war der "richtige" Treffer nach sechs Fehlversuchen.

Wozu brauchst du einen "tieferen Grund"? Ist das Leben noch nicht tief genug und sind unsere Erkenntnisse noch zu flach? Ich frage deshalb so pointiert, weil es nach meiner Beoachtung eine Falle für Sachtypen ist, nach Tiefen zu suchen und dann auf Menschen oder Theorien "hereinzufallen" die mehr Tiefe vorgeben als sie belegen können. Anders gesagt: da es sich bei diesen Fragen um "prinzipiell unentscheidbare" handelt, kannst du (nach Heinz von Foerster) völlig frei viele Antworten für "denkbar" halten und beobachten, wie sie sich auf dein Leben auswirken.

Dass "in der Tiefe" mehr Wahrheit zu finden sei als auf einem Kinderspielplatz kann ich kaum glauben - aber dass es einen Zustand gibt, in dem sich nicht mehr nach Ich-Du-Wir unterscheiden lässt, durchaus :)

Werner (Beziehungstyp, wir-bezogen, zukunftsorientiert, Denker - 123-Code: 1332)

antworten   zitieren
A5   RE: Forschungen sabine - 24.11.2011 18:02 

Hallo, dieser Diskussion ist sehr interessant. Auch die Vermutung, jeder Mensch könnte sich schon vor der Geburt "als er noch mit den Mücken flog", wie es bei uns in Bayern oft heißt, sein Schicksal selber ausgesucht haben. Hier habe ich ähnliche Idee irgendwann einmal gelesen, dass es darum geht, dass wir Menschen eine Aufgabe im Leben haben und diese "Wesen" sich mit einem Auftrag auf der Erde manifestieren, um die Menschen in ihrem Umfeld auf deren Lebensaufgabe hinzuführen.

Somit finde ich es völlig in Ordnung, in viele Richtungen zu denken.

Hoffentlich wird es irgendwann eine gesicherte Erkenntnis darüber geben, WIE wir zu den Typen wurden, die wir sind. Für mich spielt die Erziehung doch eine interessante Rolle, denn bei sehr vielen Typen, die ich kennelernte, von denen ich auch die Familien kenne,  musste ich echt sagen: "Bei den Eltern/Großeltern/Geschwistern wundert es mich nicht, dass x ein y ist."

LG

Sabine (BT-du-Gegenwart-fühlen = 1111)

antworten   zitieren
A6   RE: Forschungen heerdt - 24.11.2011 18:41 

Hallo Werner,

die Wette halte ich, denn ich bin sehr skeptisch hin. Von der Sitzung hat sie mir auch eine CD zum Nachhören mitgegeben. Und was sie mir z.B. knackig und zutreffend zur Typologie meines Vaters und meiner Mutter gesagt hat, trifft auf andere Eltern bestimmt nicht gleichermaßen zu.

Wer bestimmt eigentlich darüber, ob einer zu sehr in die Tiefe geht? Aus welchem Blickwinkel tut er das? Es ist alles so relativ!

Ich habe es verdammt spannend und erstaunlich gefunden, wie jemand, der Psychographie nicht kennt, eine psychographisch anmutende Typbeschreibung aus den Sternen liest. Ich nehme mir dieses Erlebnis jedenfalls mal auf Vorrat, vielleicht fügt es sich irgendwann zu etwas ein.

Bernhard (ST)

antworten   zitieren
A7   RE: Forschungen werner - 25.11.2011 07:40 
zuletzt editiert: 25.11.2011 07:42

Hallo nochmal, Bernhard,

ich denke, der Grad der "Tiefe", den der Einzelne als nützlich erlebt, ist bei unserem Thema je nach Mensch sehr unterschiedlich.

Was ich sehr gerne vermeiden möchte ist, dass der Anschein erweckt wird, als sei "in den Sternen" etwas Psychographisches zu lesen. Sorry, aber das ist aus meiner aufgeklärten Sicht mittelalterliches Denken. In den Sternen (genauer: Planeten, Sonne?) "steht" vielleicht etwas über deren stoffliche Beschaffenheit zu lesen, aber sie als mächtige Wesen oder Götter zu sehen ist außerhalb dessen, was ich ernst nehmen kann.

Falls die "Prinzipien" gemeint sein sollen, die diese zwölf Rubriken verkörpern oder symbolisieren (wie es modernere Astrologen gerne umschreiben) kann ich schon eher akzeptieren - denn dass es bestimmte elementare Lebensbereiche, Zugänge zum Leben oder Lebensäußerungen gibt, sagt ja unser psychographisches Modell auch - und auch wir kennen die Zahl zwölf, allerdings logisch abgeleitet aus drei Grundbereichen plus drei mal drei Unterteilungen derselben; dafür brauche ich keine Götter im Weltall.

So eine Logik wie im 123-Modell kann ich beim besten Willen in den astrologischen Prinzipien nicht erkennen. Denn je nach Literatur oder Quelle finden sich zu jeder der zwölf Rubriken und auch bei den feineren Unterteilungen sehr unterschiedliche Aussagen - je nach Autor (und dessen Typus) vermute ich. Mir hat einmal ein Kursteilnehmer eine ca. 40-seitige "Auswertung" meiner angeblich astrologischen Persönlichkeitsmerkmale aufgedrängt und sich (mit Hilfe eines Computerprogramms) sehr viel Mühe damit gegeben. Heraus kam eine sehr gute Beschreibung eines Sachtyps, so dass die Vermutung naheliegt, dass der Autor der Textbausteine selbst zu dieser Gruppe Menschen gehört.

Anders gesagt (auch auf den Kommentar von Sabine): Ich kann mit gutem Willen und im Bewusstsein, dass viele "Letzte Dinge" vielerlei Perspektiven offen lassen, durchaus für denkbar halten, dass wir als menschliche Wesen vor unserer Geburt in irgend einer Form "auswählen", welchen Lebensweg und welche Merkmale zu unserer Person gehören - aber dass dazu irgend etwas Relevantes "in den Sternen" abzulesen sein soll, halte ich für völlig ausgeschlossen. Schon allein aus logischen Ableitungen: denn warum sollen genau jene Handvoll Himmelskörper eine Nachricht hinterlassen und die Abermilliarden anderer nicht? Und wenn ich daran denke, dass z.B. parallel mit mir viele andere Menschen geboren wurden - teilen sie dann das gleiche "Schicksal" wie ich? Wenn ich also geneigt bin, esoterisch zu denken, dann würde ich mich für die einfache Variante entscheiden - nämlich dass ich (oder wer immer es entschieden hat) "vorher" ungefähr wusste, was auf mich zukommt (also das "Kleingedruckte" gelesen habe). Und das alles, meine Biografie, meinen Persönlichkeitstyp usw. finde ich ganz konkret in meinem realen Leben wieder und brauche dafür keinen Blick in ein von einem Menschen geschriebenes astrologisches Werk werfen.

Werner (Beziehungstyp, wir-bezogen, zukunftsorientiert, Denker - 123-Code: 1332)

antworten   zitieren
A8   RE: Forschungen heerdt - 25.11.2011 10:12 

Nochmal Werner,

die Betrachtungsweise ist nicht, dass die Sterne oder Planeten das Schicksal bestimmen, sondern anzeigen. So wie eine Uhr nicht die Zeit macht, sondern misst und anzeigt.

Aufklärung halte ich auch für einen relativen Begriff. Was gestern aufgeklärt war, kann morgen schon überholt und heute fraglich sein. Und vieles, was wir neu zu entdecken glauben, war einfach nur lange verschüttet. Ist es nicht erstaunlich mit welcher Treffsicherheit die Maya eine astronomische Konstellation (ohne daß ich diese bewerten will) der nächsten Zukunft vorausberechnet haben? Altes Wissen ist nicht a priori überholt. Es muss auch nicht treffender sein, es kommt auf den Einzelfall an und hinschauen lohnt allemal, damit der Kreis von Gegenwart - Vergangenheit - Zukunft sich schliessen kann.

Bernhard (ST)

antworten   zitieren
A9   RE: Forschungen werner - 25.11.2011 10:58 

Zitat:

die Betrachtungsweise ist nicht, dass die Sterne oder Planeten das Schicksal bestimmen, sondern anzeigen. So wie eine Uhr nicht die Zeit macht, sondern misst und anzeigt.


Wenn zehn Astrologen unabhängig voneinander aus den gleichen Geburtsdaten genau das gleiche "Schicksal" (oder was auch immer) ablesen könnten, wäre ich zumindest bereit, mich noch einmal damit zu befassen.

Ich bin aber sicher, dass sie nicht "in die Sterne oder Planeten" schauen, sondern entweder in ein altes Buch oder in ihren eigenen Erfahrungsschatz. Die astronomischen Bezüge dienen nur dazu, diese Aussagen zu überhöhen, aufzuwerten, absolut zu stellen oder was auch immer.

Lass uns ein kleines Gedankenexperiment machen: Ein Schiff mit 500 kleinen Kindern strandet auf einer einsamen Insel, nachdem die Besatzung an einer Krankheit gestorben ist. Sie sind groß genug, sich alleine zu ernähren, wachsen heran und gründen eine kleine Kolonie. Irgendwann schaut jemand in den Weltall und sieht dort die Sterne und Planeten. Glaubst du wirklich, sie werden dort irgend etwas Relevantes über sich selbst oder ihr Schicksal erfahren?

Und dann kommt ein Schiffbrüchiger, der sich mit der Astrologie befasst hat und "liest" ihnen aus den Sternen vor - erst dann kommen einige dazu, das zu glauben ... die Sterne selbst aber schweigen beharrlich, da bin ich mir ziemlich sicher. Womöglich haben sie eine Botschaft, wer weiß - aber für einen einzelnen von 50 Milliarden Menschen? Und was ist mit den vielen intelligenten Lebenwesen, die es sonst auf unserem Planeten gibt? Lässt sich etwas über das Schicksal von Flipper in der (von der Erde aus gesehenen) Konstellation der anderen Planeten und der Sonne ablesen?

Sorry, so viel Glauben bringe ich nicht auf, Bernhard.

Werner (Beziehungstyp, wir-bezogen, zukunftsorientiert, Denker - 123-Code: 1332)

antworten   zitieren
A10   RE: Forschungen heerdt - 25.11.2011 12:50 

Hallo Werner,

Es verlangt ja auch keiner von Dir, dass Du so viel Glauben aufbringen sollst. Wie kommt der Astrologe zu den benötigten Geburtsdaten der 500 genannten Kinder?

So lange wir uns auf eine Ebene der kausalen Argumentation (auf a folgt zwangsläufig b, dann c ....) einengen, werden wir die Zusammenhänge kaum vollständig erfassen. Auf der Ebene der Relativität spielt die Kausalität nur eine partielle Ordnungsrolle. Einstein sagt: "Gott würfelt nicht. Was uns als Zufall erscheint, hängt in Wirklichkeit nur von unbekannten Ursachen ab".

Bernhard (ST)

antworten   zitieren
A11   RE: Forschungen werner - 27.11.2011 13:27 

Zitat:

 Wie kommt der Astrologe zu den benötigten Geburtsdaten der 500 genannten Kinder?

 


Eben, Bernhard - hier liegt der Hund begraben. Denn einmal angenommen, "jemand" hätte die Absicht gehabt, irgendwo wertvolle Informationen zu "verstecken" (also z.B. darüber, wie jemand als Person so ist oder wie sein Schicksal beschaffen sei) - würde er dann tote Himmelskörper und einen Kalender wählen, der erst sehr spät in der Menschheitsgeschichte erfunden wird und der von so vielen Ungenauigkeiten behaftet ist, dass die ursprünglichen Annahmen (der Begründer der Astrologie) überhaupt nicht zutrafen? Ebenso wissen ja viele (die meisten) Menschen überhaupt nicht, zu welcher Uhrzeit sie geboren sind, was sie gleich mal vom Zugang zum "geheimen Wissen" ausschließt.

Gäbe es nicht bessere Informationsquellen? Denn wenn "jemand" schon so weise ist, für viele Milliarden Menschen deren wahren Eigenschaften zu kennen - dann würde ich ihm auch zutrauen, sie so zu kommunizieren, dass sie von den allermeisten Adressaten auch entschlüsselbar sind - und zwar ohne lange Zahlentabellen, Computerprogramme oder die Vermittlung eines "Sternkundigen".

Das Beispiel mit den Kindern auf der Insel sollte zeigen, auf welch wackligen Beinen die Grundannahmen der astrologischen Theorie steht - was für mich ein ziemlich sicheres Zeichen dafür ist, dass es eine "menschengemachte" Theorie ist und eher nicht von "höheren Mächten" übermittelt.

Werner (Beziehungstyp, wir-verbunden, zukunftsorientiert, Denker - 123-Code: 1332)

antworten   zitieren
A12   RE: Forschungen heerdt - 27.11.2011 16:38 

Was bleibt ist ihre erstaunliche Trefferquote. Woher auch immer die kommt. Der Rest ist vermutlich nicht eine Wissens- sondern eine Glaubensangelegenheit. Wie so vieles in der Wissenschaft.

Bernhard (ST)

antworten   zitieren
A13   RE: Forschungen werner - 27.11.2011 17:52 

Zitat:

Was bleibt ist ihre erstaunliche Trefferquote. Woher auch immer die kommt.


Wenn sie es mit 100 Personen machen würde, käme sicher ein anderes Ergebnis heraus. Meist reden diejenigen nicht darüber, bei denen es nicht gepasst hat.

Ich glaube, es gibt sogar einen Test, bei dem die Auswertungen unter den Kandidaten vertauscht wurden, ohne dass sie es wussten - und trotzdem war "die Trefferquote" hoch.

Aber das für mich stärkste Argument ist, dass bisher kein Astrologe die eine Million Dollar abgeholt hat, die von der James-Randi-Stiftung für jeden ausgesetzt sind, der irgend ein paranormales Phänomen unter kontrollierten Bedingungen vorführt - und dazu würde es sicher genügen, einige sachliche Fakten aus dem Leben eines unbekannten Menschen allein aus seinen Geburtsdaten abzulesen, oder?

Ich tippe also weiterhin auf einen Zufall, auch wenn es für dich ein sehr schöner Zufall ist, Bernhard, den ich dir von Herzen gönne :)

Werner (Beziehungstyp, wir-verbunden, zukunftsorientiert, Denker - 123-Code: 1332)

antworten   zitieren
A14   RE: Forschungen sphillip - 28.11.2011 14:00 

Ich glaube es hängt trotzdem immer noch sehr davon ab was für eine Kindheit man hatte, Mutter-Vater-Kind Beziehung. Generell wird die Umwelt eine große Rolle spielen, eben die Welt in der man aufwächst.

antworten   zitieren
A15   RE: Forschungen werner - 29.11.2011 06:27 

Zitat:

Ich glaube es hängt trotzdem immer noch sehr davon ab was für eine Kindheit man hatte, Mutter-Vater-Kind Beziehung. Generell wird die Umwelt eine große Rolle spielen, eben die Welt in der man aufwächst.


 

Gegen diese Annahme (die zu Beginn der Überlegungen durchaus vorhanden waren) spricht, dass die Typunterschiede bereits bei der Geburt (manche Mütter sagen: schon davor) zu erkennen sind, und auch, dass Geschwister gewöhnlich nicht zum gleichen Typus gehören, sogar bei eineiigen Zwillingen tritt dieses Phänomen auf. Es ist unwahrscheinlich, dass Kinder, die in einem gleichen Umfeld und bei den gleichen Eltern aufwachsen schon so früh diese deutlichen Persönlichkeitsunterschiede zeigen, nur weil sie ein wenig anders behandelt werden.

Aber so lange ich noch keinen Beweis vorlegen kann, darf natürlich jeder glauben, was er möchte :)

Werner (Beziehungstyp, wir-verbunden, zukunftsorientiert, Denker - 123-Code: 1332)

antworten   zitieren
A16   RE: Forschungen heerdt - 01.12.2011 14:14 

@Werner A13

Für ForenleserInnen, die mit "den Gesetzen, die im Universum regieren" mal in Resonanz gehen möchten weise ich auf einen Link hin, hinter dem sich vertändliche Erklärungen finden, für den/die, der/die sich darauf EINSTIMMEN oder EINSCHWINGEN mag:

http://www.reinkarnationstherapie-als-weg.de/universelle-grundgesetze.php

Bernhard (ST)

antworten   zitieren
A17   RE: Forschungen werner - 01.12.2011 14:57 

@ Bernhard: sorry wegen der Deutlichkeit - aber wenn ich das anschaue, bekomme ich als aufgeklärter Mitteleuropäer Hirnkrämpfe ... der bekannte Trick: "ich habe geheimes Wissen und verkaufe es dir gegen einige hundert Euro, zahlbar im Voraus oder in bar direkt nach der Sitzung (wenn sich noch kein Zweifel regt)."

Und das "geheime Wissen" entpuppt sich bei näherem Hinsehen vermutlich als ein Computerprogramm.

Ich glaube, wir lassen das Thema hier lieber ruhen. Der Thread ging ja auch um etwas anderes.

Werner (Beziehungstyp, wir-verbunden, zukunftsorientiert, Denker - 123-Code: 1332)

antworten   zitieren
A18   RE: Forschungen werner - 25.02.2012 12:46 

Gerade wurde ein Gerät vorgestellt, das DNA-Analysen auf völlig neuem Weg ermöglicht und so die Kosten auf weit unter 1000 Euro senkt, vielleicht sogar in Richtung 100 Dollar. Die Technik kommt uns also hier klar entgegen und falls es mit solchen Techniken auch möglich wird, epigenetische Analysen durchzuführen, kann vielleicht tatsächlich mal eine objektiv-messbare Typenanalyse Wirklichkeit werden.

http://www.spektrum.de/alias/nanoporen-technologie/ein-dna-lesegeraet-fuer-die-hosentasche/1143028

Werner (Beziehungstyp, wir-verbunden, zukunftsorientiert, Denker - 123-Code: 1332)

antworten   zitieren
A19   RE: Forschungen mary - 26.02.2012 09:51 

Zitat:

Zitat:

Ich glaube es hängt trotzdem immer noch sehr davon ab was für eine Kindheit man hatte, Mutter-Vater-Kind Beziehung. Generell wird die Umwelt eine große Rolle spielen, eben die Welt in der man aufwächst.


 

Gegen diese Annahme (die zu Beginn der Überlegungen durchaus vorhanden waren) spricht, dass die Typunterschiede bereits bei der Geburt (manche Mütter sagen: schon davor) zu erkennen sind, und auch, dass Geschwister gewöhnlich nicht zum gleichen Typus gehören, sogar bei eineiigen Zwillingen tritt dieses Phänomen auf. Es ist unwahrscheinlich, dass Kinder, die in einem gleichen Umfeld und bei den gleichen Eltern aufwachsen schon so früh diese deutlichen Persönlichkeitsunterschiede zeigen, nur weil sie ein wenig anders behandelt werden.


Das kann ich nur belegen! Obwohl meine Zwillinge den gleichen schwierigen medizinischen und emotionalen Lebensanfang hatten waren sie doch von Anfang an im Wärmebettchen und in ihrem Verhalten total unterschiedlich, haben unterschiedlich auf diese Situation reagiert und mit   verschiedenen daraus resulitierende "Spätfolgen" heute zu tun. Und damals im Krankenhaus konnten wir Eltern noch keine großen Unterschiede machen im Verhalten ihnen Gegenüber! Hätten wir vielleicht von Anfang an den Typ gewußt, hätten wir unserem BT viel mehr Nähe und Geborgenheit geben können!

Grüße Marion (BT,Denker,Wir,Zukunft)

antworten   zitieren
A20   RE: Forschungen werner - 16.07.2012 21:31 
zuletzt editiert: 31.12.2013 17:06

Ein gut verständlicher Artikel aus der Süddeutschen Zeitung zum Thema Epigenetik am Beispiel eineiiger Zwillinge und Unterschiede zwischen ihnen, die bereits vor der Geburt entstehen - das deckt sich mit der Hypothese zur Typentstehung, wie ich sie vertrete:

http://url9.de/QH0

Werner (Beziehungstyp, wir-verbunden, zukunftsorientiert, Denker - 123-Code: 1332)

antworten   zitieren
A21   RE: Forschungen werner - 31.12.2013 17:03 
zuletzt editiert: 31.12.2013 17:07

Neulich habe ich mir überlegt, ob es nicht sinnvoll wäre, bei eineiigen Zwillingen das Epigenom zu vergleichen um dadurch vielleicht einen Hinweis darauf zu bekommen, wo sich biologische Unterschiede zwischen den Naturellen finden lassen.

Bei der Internetrecherche habe ich jetzt entdeckt, dass das neulich eine Forschergruppe aus Kanada gemacht hat. In einem Artikel des Ärzteblatts heißt es zu den Ergebnissen:

"Anders als erwartet gab es nicht nur zwischen den dizygoten, sondern  auch bei den monozygoten Zwillingen beträchtliche Unterschiede im  DNA-Methylierungsmuster.

Dies war überraschend, da die Zwillinge in der oder den Fruchtblasen  gleiche Umweltbedingungen haben. Wie es zu den Unterschieden kommt, es  noch unklar. Der Zufall könnte durchaus eine Rolle gespielt haben,  schreiben die Forscher.

Doch die Folgen der Epigenetik sind nicht zufällig. Die Forscher haben  bereits entdeckt, dass die gleichen DNA-Methylierungen, die mit dem  Geburtsgewicht assoziiert waren, auch einen Einfluss auf Wachstum,  Stoffwechsel und spätere Herz-Kreislauf-Erkran­kungen haben könnten. Die  epigenetische Prägung könnte klären, warum Kinder mit einem niedrigen  Geburtsgewicht im späteren Leben häufiger an Typ-2-Diabetes mellitus und  Herzerkrankungen leiden, glauben Craig und Saffery."

Quelle: http://url9.de/QH1

Womöglich verbirgt sich hinter dem "Zufall" schlicht die Lage der Embryos in der Gebärmutter beim Andocken an den mütterlichen Blutkreislauf, was ich ja vor einigen Jahren hypothetisch als Ursache der Typunterschiede angenommen habe. Vom Zeitfenster her würde das passen - und auch von den weitreichenden Unterschieden, die dieser "Anfangsunterschied" bei den eineiigen Zwillingen bewirkt.

Ich werde den Forschern mal schreiben und schauen, ob sie reagieren :)

Werner (Beziehungstyp, wir-verbunden, zukunftsorientiert, Denker - 123-Code: 1332)

antworten   zitieren
A22   RE: Forschungen werner - 03.01.2014 10:26 

Zitat:

Ich werde den Forschern mal schreiben und schauen, ob sie reagieren :)


Die Antwort kam ziemlich umgehend: "Your hypothesis is fascinating and quite believable"

Das freut mich natürlich zu lesen :)

Werner (Beziehungstyp, wir-verbunden, zukunftsorientiert, Denker - 123-Code: 1332)

antworten   zitieren
A23   RE: Forschungen werner - 18.12.2014 18:44 

Heute hörte ich etwas Interessantes in einem Radio-Feature über Gelassenheit von Ingrid Strobl:

Der klinische Psychologe Paul Gilbert schreibt im Band "Achtsames Mitgefühl"  "...über das Zusammenspiel der intelligenten neueren Teile unseres Gehirns mit drei emotionalen Systemen, die uns von der Evolution mitgegeben wurden:

Das Bedrohungssystem hilft uns, Bedrohungen und Gefahren wahrzunehmen und auf sie zu reagieren. Das Antriebssystem hilft uns, Ressourcen aufzuspüren, die für unser Überleben und Gedeihen wichtig sind. Das Beruhigungs- und Bindungssystem ist der Ursprung von Gefühlen der Entspannung, des Wohlbefindens der Sicherheit und Verbundenheit."

Zitat aus dem Manuskript zur Sendung in SWR2 von heute.

Diese "drei Systeme" klingen für mich sehr nach den Spezialitäten unserer drei Grundtypen.

Werner (Beziehungstyp, wir-verbunden, zukunftsorientiert, Denker - 123-Code: 1332)

antworten   zitieren
A24   RE: Forschungen lada - 04.02.2015 12:11 

lada

man habe sich sein Leben inklusive Stärken-Profil selbst ausgesucht.

antworten   zitieren
A25   RE: Forschungen werner - 08.06.2015 08:38 

Jetzt haben wir es schriftlich: die Gehirne von manchen Menschen (Handlungstypen ohne starke soziale Ausprägung durch entsprechendes Training) reagieren messbar negativ auf intensiven Blickkontakt: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25980386

Hier ein deutscher Artikel dazu: http://www.spektrum.de/news/gehirne-reagieren-unterschiedlich-auf-blickkontakt/1349674?utm_source=zon&utm_medium=teaser&utm_content=news&utm_campaign=ZON_KOOP

Zitat daraus: "Blickkontakt, also die Aufmerksamkeit auf eine andere Person zu  fokussieren, ist ein starkes soziales Signal, das unter anderem auch  physiologisch anregend wirkt. Doch nicht jeder Mensch empfindet das als  angenehm, bei manchem Menschen löst schon die Vorstellung, Blickkontakt  aufzunehmen, Angstzustände aus."

Werner (Beziehungstyp, wir-verbunden, zukunftsorientiert, Denker - 123-Code: 1332)

antworten   zitieren
A26   RE: Forschungen werner - 29.01.2017 14:01 

In diesem Artikel wird eine ganz neue Entdeckung beschrieben, nämlich dass es einen Zusammenhang zwischen der Form bestimmter Gehirnareale und der Persönlichkeit gibt - was auf eine zumindest teilweise genetische (oder epigentische, meine Ergänzung) Ursache hinweist:

http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-21084-2017-01-25.html

Wäre interessant mal die Gehirne von naturellverschiedenen eineiigen Zwillingen zu fotografieren und zu vermessen.

Werner (Beziehungstyp, wir-verbunden, zukunftsorientiert, Denker - 123-Code: 1332)

antworten   zitieren
 
Kategorie  
 Übersicht | neues Thema erstellen | antworten Suche  

zum Seitenanfang     FAQ     Netiquette     History     Redaktionsteam    Vorschlag an Webmaster